Google Currents

Es gibt schätzungsweise drei Fantastilliarden Googleprdukte, eins davon – Google Currents – kam jetzt gerade für Deutschland raus.
Um zu beschreiben, was das ist, starte ich mal mit zwei Theorien.

  1. Immer mehr Content wird mit mobilen Geräten konsumiert
  2. Bald gibt es keinen Rentner ohne Android oder iPhone, keine Hausfrau ohen iPad oder Tab, dafür aber jede Menge Leute, die Computer nur von der Arbeit, nicht aber von Ihrem privaten Umfeld kennen.

  3. Contentersteller veröffentlichen ihre Sachen auf immer mehr Plattformen
  4. Man schreibt in einem Blog, twittert und postet auf Google+, hat einen tumblr, veröffentlicht Fotos bei flickr, andere Fotos bei Picasa, Videos auf youtube und vimeo, und irgendwelche Leute scheinen ja auch dieses Facebok für etwas anderes als schlechte Spiele und cyber stalking zu nutzen.

Diese beiden Ideen scheinen Google durch den Kopf gegangen zu sein, und die Google-Antwort ist eben Currents. Für die Nichmöger der englischen Sprache, currents sind Ströme, wie in Flüsse.
In Google Currents baut der geneigte Ersteller eben eine Edition seiner Contentströme zusammen, die er dem Konsumenten dann zur Verfügung stellt. Dieser hat eine App, mit der er verschiedene Editionen abonnieren kann, um all den Content aufbereitet für ihr Gerät nutzen zu können.

Zunächst dachte ich, dass dass nur so was wie der Pulse Reader ist, ein weiterer hübscher Feedreader. Denn beim ausprobieren der App schien mir das logisch zu sein, ich importierte einfach ein paar Abos aus meinem Google Reader.

Als ich dann anfing, selbst eine Edition für Horst Working zu machen, dämmerte mir, dass die Grundidee doch eine nicht ganz schlechte ist. Denn neben dem Zusammenkleben von verschiedenen RSS-Feeds kann man noch jede Menge mehr machen.
So zum Beispiel hat das ganze eine Rechteverwaltung. Lesergruppe 1 kann die Fotos im Segment “dickpics” sehen, der Rest nicht.
Außerdem kann man für jedes Zielgerät bestimmen, in welcher Form und in welchem Layout die einzelnen Elemente angezeigt werden. Einfache Liste auf iPhone, hübsche Seite auf iPad.

Und beim darüber nachdenken fallen dann tatsächlich viele Quellen ein, die man zusammenkleben kann. Ich habe jetzt für Horst Working den unvermeidlichen Artikelfeed genommen, den Kommentarfeed, meinen Flickrstream.

Google hat natürlich das positive Resultat, dass so selbst Content, der vorher gar nichts mit ihnen zu tun hatte, jetzt via Google verteilt wird.

Insgesamt halte ich Currents für eine ganz gute – wenn auch noch zu frische – Idee. Es ist echt angenehm, eine extra dafür erstellte Edition am Tab zu lesen, viel komfortabler, als zuerst in einem Feedreader zu schauen, dann die Google+-App zu starten, um danach bei youtube die Abos durchzugehen, bevor man in flickr… und so weiter. Currents versucht, Content nach Personen zu bündeln, nicht nach Diensten. Es ist, als ob man eine von einer Person erstellte Zeitungsausgabe liest.

Ein paar Sachen finde ich noch störend. Aus Contentproduzentensicht nervt, dass Google (natürlich) die eigenen Kinder lieber hat, als die anderen. So ist es viel komfortabler, einen Google+ stream einzubinden als Twitter. Gleiches mit Youtube statt vimeo und so weiter. Einzig flickr scheint selbst für Google mindestens genau so akzeptabel wie Picasa zu sein.

Aus Konsumentensicht natürlich zunächst die größte Sorge – wer wird sich schon den Aufwand machen, Editionen zu erstellen? Setzt sich das durch? Denn nur, um normale RSS feeds zu lesen, lohnt sich das nicht.
Und klar zielt es auf den mobilen Markt, aber ich hätte schon gern eine Chrome App, um Sachen auch mal am Laptop und nicht nur auf Tab/Telefon lesen zu können.

Zum Abschluss werfe ich mit Links um mich:

Wenn Ihr gerade mit Eurem iGerät lest, hier ist der Link zum Store. Oder scannt diesen QR code:

qrcode

Und jetzt für Android, hier der Link, hier der code.:

qrcode

Und wenn Ihr die App installiert habt und gerade mit dem jeweiligen Gerät lest – hier könnt ihr die Horst Working Edition abonnieren: https://www.google.com/producer/editions/CAowjdHeAQ/horst_working

XMPlay

Ausnahmsweise mal was für Windows-Benutzer. Eigentlich habe ich damit ja wenig am Hut, hatte allerdings irgendwann einmal folgende Herausforderung: iPod vergessen, also wollte ich von einem USB-Stick auf einem Windows-Rechner Musik hören, ohne etwas zu installieren.
Nach etwas Suche bin ich dann auf das superschlanke XMPlay gestoßen, dass neben dem reinen Abspielen auch noch rudimentäre Bibliotheksverwaltung mitbringt, sonst nicht viel mehr. Somit entspricht es meinen Anforderungen für solch eine Notsituation. Man muss nix installieren, nur das heruntergeladene zip-Paket auspacken.

In der Standardvariante sieht es ganz widerlich hässlich aus. Es kommt mir generell vor, dass die Entwickler von Musikplayern nicht die größten Designfans sind.

Als Abhilfe gibt es allerdings unzählige Skins, so auch der Fake-iTunes-Look auf dem Screenshot. Sieht dann aus wie iTunes, lässt sich allerdings gut benutzen. 😉

Für das kleine Musikhören zwischendurch ist XMPlay, mit angenehmerem Skin ausgestattet, sehr gut geeignet.

Alt, reif, long term support

Ubuntu 11.04 days to go

Bald ist es so weit: Ubuntu Version 11.04, Natty Narwhal wird veröffentlicht. Für gewöhnlich heißt das für mich: Update am der Veröffentlichung folgendem Wochenende. Doch mir wurde bewusst: Ich bin offensichtlich alt geworden. Ich habe bereits das letzte Update ausgelassen, und auch Natty wird wohl nur auf einem USB-Stick zum Testen meine Rechner sehen. Viel zu sehr habe ich mich an die Bequemlichkeit meiner über viele Wochenenden feingetunten Bertiebssysteme gewöhnt, um sie einfach so zu wechseln. Und so wird auch nach den Update weiterhin die long term support-Version 10.04, Lucid Lynx auf PC und Netbook bleiben. Diese wird bis April 2013 weiter aktualisiert, erst dann werde ich mir wieder einen Kopf über Updates machen…

Bisher fehlen mir auch die Argumente für eine Aktualisierung. Mir sind keine Features untergekommen, die ich unbedingt haben wollen würde. Die neue Unity-Oberfläche hat mir beim Ausprobieren gar nicht zugesagt. Viel zu unfexibel und gar nicht anpassbar. Und die Unity-Funktionen lassen sich für mich auch gut mit Docky und Synapse nachbilden.

Vielleicht merkt man das eigene Alter wirklich am alter des Betriebssystems. Hat jemand von Euch Windows 3.1 auf dem Rechner? 😉

Horst ist wieder da

Erstmal allen natürlich ein frohes und gesundes neues Jahr an alle.

Ja der Umzug ist fertig. Ging auch fast ohne Probleme. Der Umzug der URL ging binnen weniger Stunden. Allerdings gabs ein kleines Problem beim Administrationsbereich. Dieser war nämlich nicht erreichbar. Der Hase und ich haben nur ne weiße Seite gesehen. Laut den Logs wurde das PHP Speicherlimit von 32MB beim Ausführen der PHP-Skripte überschritten. Mmh schon komisch, beim alten Provider hatte ich nur 8 MB und es funktionierte alles super. Nach langem Suchen fand ich dann endlich die Ursache des Problems. PHP hat wohl Probleme mit 64-Bit Systemen. Die Speicheradressen werden quasi verdoppelt. Aber dank des neuen Provider Stefla Web wurde das Speicherlimit schnell und unproblematisch auf 64 MB hochgesetzt und jetzt läufts wieder. Das war mir ne Lehre. Ab sofort ist das Plugin WP-System Health installiert, der mir immer anzeigt wieviel Speicher noch zur Verfügung steht. So kann ich überprüfen, ob ein neues Plugin Probleme bringen könnte oder nich.

Endlich mal was mit Apps

Früher, als das Internet noch in Cafés zu Hause war, hatten wir Programme auf den Rechnern. Die nannten wird auch Applikationen. Als dann das Internet zu uns nach Hause kam, wurde es uncool, den ganzen Kram auf dem eigenen Rechner zu haben. Wir wollten Webapplikationen, und alles im Internet speichern. Oder, in Deppensprache: In der Cloud. Jetzt ist uns aufgefallen, dass es eigentlich blöd ist, alles nur im Internet zu haben – viele haben das Internet nicht immer dabei. Deswegen wollen wir jetzt was, was aussieht, als wäre es im Internet, im Notfall (in der Deutschen Bahn oder in den minderbewohnten Teilen des Landes) ist aber alles auf dem Rechner. Außerdem ist es wichtig, dass wir das Wort „Apps“ benutzen.
Genau diese Wünsche möchte uns Google jetzt mit Chrome OS erfüllen. Wer nicht weiß, was das ist, kann sich dieses erklärende Video anschauen. Mit dem Chrome Betriebssystem gibt – wie sollte es anders sein – natürlich auch einen Appstore Webstore, in dem es Apps gibt. Diese funktionieren aber auch ganz ohne das Google Betriebssystem, im ganz normalen Chrome Browser geht das meiste genau so. Wenn man sich die jeweilige URL kopiert, sollte es oft auch in jedem anderen modernen Browser funktionieren.
Die meisten Sachen sind die gewohnten Google-Produkte, vom Rest habe ich mal drei Sachen rausgepickt, die mir erwähnenswert erscheinen. Klicken vergrößert die Bilder.

TweetDeck

Ist bislang der Überflieger der Chrome Apps – der beliebte Twitter-Client im Browser. Mit den gewohnten Spalten und so weiter… Ich bin selbst kein allzu großer Fan von TweetDeck, allerdings ist es schon wesentlich angenehmer, die Applikation im Browser zu haben, als sich alternativ Adobe Air installieren zu müssen. Wer also diesen Powertwittererclient nutzen möchte, ohne alle gefühlte 12 Minuten ein wichtiges Sicherheitsupdate für Adobe Air installieren zu müssen, ist hier richtig.

NewsSquares
Google Reader ist eine überzeugende Erfindung, allerdings nicht allzu attraktiv. NewsSquares ist eine alternative Darstellungsweise für den Google Reader, wie der Name schon sagt, mittels kleiner Kästchen. Jedes Kästchen ist ein Abbonement, man kann eigentlich alles, was man im Reader macht, auch hier: Mit Stern versehen, teilen, mailen und so weiter. Stolperstein bisher – großen Feedmengen klickt man sich tot, da man immer nur eine Quelle am Stück anschauen kann, nicht alle Artikel aus einem Ordner oder Label. Aber für das genüssliche Lesen einer überschaubaren Anzahl von Artikel ein netter Ansatz.

NYTimes

Bei Deutschen Zeitungen habe ich immer den Eindruck, sie würden versuchen, ihre Internetauftritte möglichst ähnlich zu jeder beliebigen Internetseite zu gestalten. Um sich dann zu beschweren, dass die Leute lieber bei Google News, als bei den hässlich zugeklatschten Zeitungsportalen zu lesen, bei denen man versuchen muss, einen gekürzten Artikel zwischen Werbung, Klickstecken und nochmal Werbung zu finden.
Einen ganz anderen Weg geht die New York Times. Schon auf dem Android-Handy mag ich die zugehörige App sehr, auch im Browser macht das ganz Spaß. Es wirkt, als würde man eine Zeitung durchblättern, nicht eine Internetseite anschauen. Alles ist klar strukturiert, übersichtlich und macht Spaß. Die Seite nytimes.com/chrome kann man auch ganz ohne App so nutzen.

768 Dropbox-MB gratis

Bei Dropbox gibt es gerade eine Aktion, bei der man 768 MB gratis bekommt, wenn man sich ein wenig prostituiert und seine Wertschätzung für Dropbox bei Facebook und Twitter kundtut.

Wer nicht verstanden hat, was der Satz eben bedeutet, weil er / sie / es nicht weiß, was eine Dropbox ist: Dropbox ist ein Onlinespeicher. das heißt, man bekommt Speicherplatz, irgendwo „in the cloud“. Damit man den komfortabel nutzen kann, gibt es clients für Linux, Windows, Mac, iPhone, iPad, Android oder Blackberry – oder eine freundlich hellblaue Weboberfläche.
Das heißt, ich lege am Desktop-Rechner irgendeine Datei in den Dropbox-Odner. Wenn ich dann das nächste mal mit meinem Notebook ins Netz gehe, synchronisiert sich die Dropbox und die Datei liegt auch auf dem Notebook. Und das ist erst der Anfang. Alle Änderungen werden versioniert, ich kann Ordner mit anderen Leuten teilen, sodass jeder darin lesen oder schreiben kann und vieles vieles mehr.
Tatsächlich ist das ein Service, der vieles leichter macht. Wer mehrere Rechner hat, oder sich das PC-neu-aufsetzen sehr viel leichter machen will oder dazu neigt, USB-Sticks gern zu verlegen – perfekt.
Für gratis gibt es 2 GB Platz, den kann man entweder gegen Geld erweitern, oder mit der eingangs beschriebenen Aktion – oder mit Empfehlungen. Jedes mal, wenn man einen Neukunden in die Dropbox lockt, bekommen Neukunde und Empfehler 250 MB Platz dazu. Und da ich mir nicht zu schade bin, um um mehr Speicherplatz zu betteln: Hier mein Empfehlungslink.

Der Androide und ich Part Two

Jaja der Horst hat es dem Hasen gleichgetan und sich auch das HTC Desire besorgt. Aber bevor ich irgendwas zu dem Handy schreibe, kommt erstmal die unendliche Geschichte Hermes , O2 und ich.

Vor ungefähr 6 Wochen hab ich den ersten Versuch gestartet das Desire zu erhalten. In den O2 Shops war jede Anfrage vergeblich, also im Internet bestellt. Die Bestellung wurde auch zügig bearbeitet. Nach drei Tagen hatte ich schon die Information, dass mein Handy unterwegs ist (inklusive Link zur Paketverfolgung bei Hermes). Nach zwei Tagen hatte ich dann den Zettel drin, dass Hermes mich nicht erreicht hat. Okay bei Hermes angerufen. „Natürlich ist es kein Problem das Paket an den Paketshop zu schicken“. Paketshop ausgewählt und gefreut.

Nächster Tag (laut Hermes ist das Paket in der Zustellung), ab zum Shop und nachgefragt. Kein Paket. Nächster Anruf bei Hermes. Ja der Fahrer ist bestimmt noch unterwegs, ich soll doch nächsten Tag nachfragen.

Nächster Tag (Paket ist wieder in der Zustellung) ,ab zum Shop und nachgefragt. Kein Paket. Anruf bei Hermes. Die Identifikation ist fehlgeschlagen, dass Handy zurück zur Hauptstelle und wird am nächsten Tag ausgeliefert. Was es dann auch nicht wurde. Mittlerweile stand auch im Internet, dass die Identifikation fehlgeschlagen ist und das Handy zurück an O2 geht. Next Call bei Hermes. „Bitte rufen Sie beim Versender an, die können da was machen.“ O2 konnte natürlich nix machen. Also Handy weg. Zwei Tage später Anruf von O2 ob sie das Handy nochmal rausschicken sollen. Nee das war mir zuviel.

2.Akt

Einen Tag später kommt die email, dass das Handy wieder auf dem Weg is. War mir egal. Ich bin ja eh net da wenn Hermes kommt. Nach einer Woche hab ich mal wieder auf die Paketverfolgung geguckt. Und jetzt stand da, wir haben ihre Adresse nicht gefunden, bitte helfen Sie uns Sie zu finden. Ha da lach ich ja.

Per Zufall hab ich es dann doch endlich in einem Shop bekommen und jetzt kommt die erste Einschätzung:

Ich liebe es.

Geotagging mit Android und Ubuntu

Ich bekenne mich gern zu meiner Vergesslichkeit. Bei vielen Fotos, die ich mal gemacht habe, frage ich mich, wo. Deswegen wär es doch ganz praktisch, wenn man den Mehrwert aus der Kombination Digitalfotos + Handy mit GPS nutzt.

Folgender Versuchsaufbau: Digitalkamera (ohne GPS), Androidhandy, Ubuntu-PC. Um die drei zusammenspielen zu lassen, habe ich mir zuerst die App My Tracks aus dem Market geschnappt. Die macht nicht viel, außer GPS-Koordination mitzuloggen. Mit angeschaltetem GPS geht man dann fotografieren, MyTracks passt auf, wo man wann ist. Dieses Log kann man unter anderem auch als .gpx-Datei exportieren und sich per Email schicken.

Um dann am Rechner die Bilder mit der MyTracks-Datei zusammenzubringen, nutze ich GPSCorrelate, für die sonderbaren Windows-Nutzer gibt es bestimmt etwas entsprechenden als Freeware. GPSCorrelate war der erste Treffer im Ubuntu Software Center zum Thema GPS, ist also bei den Standard-Repositories dabei. Die Software liest aus, wann ein Foto gemacht wurde und schaut dann in der GPS-Datei nach, wo man da war. Deswegen ist wichtig, dass Uhr bei Kamera und Handy richtig eingestellt sind.

Die Koordinaten werden dann in die Metadaten der Bilder geschrieben – et voilà: Geogetaggte Bilder. So weiß ich auch später noch, wo ich welches Bild gemacht habe.

Wem die Bildqualität egal ist, kann die Fotos natürlich gleich mit dem Handy machen – dann spart man sich den ganzen Quatsch…