Android Apps billig billig billig

Wer es noch nicht gesehen hat: Zur Feier der Beerdigung des Android Markets und gleichzeitigen Geburt von Google Play gibt es gerade haufenweise 25 Apps zum günstigen Preis von 49 Cent. Dabei sind jede Menge Spiele wie Dead Space, Need For Speed oder World Of Goo, aber auch Sachen wie Sound Hound oder Swiftkey.
Mittlerweile lassen sich die Apps sehr komfortabel per Browser suchen und auch bei mehreren Android-Geräten remote installieren.

(Dazu, dass 3/4 von Google Play – Musik, Bücher und Filme – in Deutschland natürlich nicht gehen, sag ich mal nichts)

Apps der Woche: Retro Camera und WordPress

Euch sind hoffentlich die nicht immer sinnvollen Artikel aus der „Zug“-Kategorie hier aufgefallen. Diese waren nicht ausschließlich zum Selbstzweck gedacht: Ich habe ausprobiert, wie man mit dem Android-Telefon möglichst schnell und einfach unterhaltsame Fotos machen und nach WordPress, sprich nach Horst Working bloggen kann.
Als App-Kombination der Wahl habe ich Retro Camera und die WordPress-App genutzt.
Die unangefochtene Nummer ein bei Fotoeffektapps ist ja eigentlich Vignette. Allerding reizt mich Retro Camera wegen des Prinzips mehr. Es ist nicht nur eine Palette von verschiedenen Filtern, die man über normale Fotos legt, bei Retro Camera muss man sich festlegen. Ein einmal gemachtes Foto lässt sich nicht mehr mit einem anderen Filter versehen. Somit hat das Fotografieren mit der App etwas angenehm definitives.

Zur Wahl stehen fünf von echten alten Kameras inspirierte Filter. Für mehr Retrogefühl gibt es einen niedlichen Bildentwicklungsscreen und eine virtuelle Wäscheleine, auf der die fertigen Fotos hängen.
Wie so viele hat auch diese App ein Fremium-Modell: gratis werbeüberzogen oder werbefrei für 2,99 $.

Um die gemachten Bilder dann zu Horst Working zu packen kommt dann die WordPress-App dazu, die sich dankenswerterweise in das normale Android-share-Menü integriert. In der App tippt man Titel und Artikeltext dazu, sucht eine Kategorie aus und fertig. Fertig war das live blogging aus Zug und Straßenbahn.

Nebenbei kann man mit der WordPress-App auch die Kommentare verwalten, Artikel bearbeiten und so weiter und so fort. Es lassen sich mehrere WordPress Blogs damit verwalten. Und das ganze für gratis.

Wer jetzt Lust auf die beiden Apps bekommen hat, hier die Links zu Retro Camera und WordPress bei AppBrain.

App der Woche: Pocket Legends

Ich bin ja für gewöhnlich kein allzugroßer Fan von MMORPG’s, ich habe ja bereits davon berichtet. Allerdings entwickel ich gerade eine gewisse Abhängigkeit von Pocket Legends, einem, ich zitiere, MMMORP. Das Extra-M gibt es für mobile.
Das Spiel entspricht so ziemlich genau jedem Online-Rollenspiel – nur, dass man das Handy dafür benutzt. Und das geht überraschend gut, performance und Grafik passen. Eine einigermaßen ordentliche 3g-Verbindung reicht auch aus, sodass man auch außerhalb des heimischen WLANs Zombies im Wald jagen kann.

Das Spiel gibt es für Android und iPhone / iPad, es hat ein übliches Anfix-Geschäftsmodell. Die ersten zwei Level gibt es gratis, gegen Bezahlung wird die Welt größer und man kann sich Premium-Gegenstände im Spiel kaufen. Darauf kann ich gut verzichten, ich tobe mich dafür in den Gratis-Bereichen aus.

Bisher ist das das Android-Spiel, das für mich am meisten nach richtigem Spiel aussieht. Wer es auch ausprobieren will: Hier der Link zur Seit bei AppBrain.

App der Woche: NewsRob

An Desktop und Netbook lese ich meine Feeds mit dem Google Reader, am Handy hat der Google Reader allerdings zwei dicke Nachteile: Die Mobilansicht lässt sich echt bescheiden bedienen und man braucht Netz dazu. Und Netzabdeckung gibt es ja viel zu oft nicht – ja, ich schaue Dich an, Deutsche Bahn!

Nachdem ich vier Jahre lang keinen RSS-Client für Windows Mobile gefunden habe, der sich mit dem Google Reader synchronisiert, gibt es für Android ein unübersichtlich großes Angebot an passenden Apps. Ich bin gleich bei dem ersten, den ich ausprobiert habe, hängengeblieben.

NewsRob hat das übliche Freemium-Preismodell: Es gibt eine Gratisvariante mit Werbung und eine Bezahlvariante ohne, dafür mit ein Paar Features mehr. Mir reicht bisher die Umsonstversion vollkommen aus.

Die App funktioniert, wie man es sich vorstellt: Neue Einträge werden vom Google Reader geholt, man kann Artikel mit Sternchen markieren, im Reader mit anderen teilen, per Android-Share teilen, bei Bedarf im Browser angucken und so weiter. Alles geht sowohl im Hoch- wie im Quermodus. Man kann auch einstellen, dass er neue Einträge von sich aus nur holen soll, wenn man in einem WLAN ist, um das 3g-Kontingent zu schonen. Es lassen sich Notifications für einzelne Quellen einrichten, Labels und von anderen empfohlene Artikel werden synchronisiert.

Das alles macht mich so glücklich, dass ich gar keinen anderen Reader austesten mag. Wer meine Meinung nicht teilt, kommt in die Hölle kann bei Androinica einen Vergleichstest zwischen sieben Apps lesen.

Ich werde bei NewsRob bleiben und meine Zufriedenheit gegebenfalls mit dem Kauf der Bezahlversion ausdrücken…

Hier geht’s zu NewsRob bei AppBrain

Der Androide und ich Part Two

Jaja der Horst hat es dem Hasen gleichgetan und sich auch das HTC Desire besorgt. Aber bevor ich irgendwas zu dem Handy schreibe, kommt erstmal die unendliche Geschichte Hermes , O2 und ich.

Vor ungefähr 6 Wochen hab ich den ersten Versuch gestartet das Desire zu erhalten. In den O2 Shops war jede Anfrage vergeblich, also im Internet bestellt. Die Bestellung wurde auch zügig bearbeitet. Nach drei Tagen hatte ich schon die Information, dass mein Handy unterwegs ist (inklusive Link zur Paketverfolgung bei Hermes). Nach zwei Tagen hatte ich dann den Zettel drin, dass Hermes mich nicht erreicht hat. Okay bei Hermes angerufen. „Natürlich ist es kein Problem das Paket an den Paketshop zu schicken“. Paketshop ausgewählt und gefreut.

Nächster Tag (laut Hermes ist das Paket in der Zustellung), ab zum Shop und nachgefragt. Kein Paket. Nächster Anruf bei Hermes. Ja der Fahrer ist bestimmt noch unterwegs, ich soll doch nächsten Tag nachfragen.

Nächster Tag (Paket ist wieder in der Zustellung) ,ab zum Shop und nachgefragt. Kein Paket. Anruf bei Hermes. Die Identifikation ist fehlgeschlagen, dass Handy zurück zur Hauptstelle und wird am nächsten Tag ausgeliefert. Was es dann auch nicht wurde. Mittlerweile stand auch im Internet, dass die Identifikation fehlgeschlagen ist und das Handy zurück an O2 geht. Next Call bei Hermes. „Bitte rufen Sie beim Versender an, die können da was machen.“ O2 konnte natürlich nix machen. Also Handy weg. Zwei Tage später Anruf von O2 ob sie das Handy nochmal rausschicken sollen. Nee das war mir zuviel.

2.Akt

Einen Tag später kommt die email, dass das Handy wieder auf dem Weg is. War mir egal. Ich bin ja eh net da wenn Hermes kommt. Nach einer Woche hab ich mal wieder auf die Paketverfolgung geguckt. Und jetzt stand da, wir haben ihre Adresse nicht gefunden, bitte helfen Sie uns Sie zu finden. Ha da lach ich ja.

Per Zufall hab ich es dann doch endlich in einem Shop bekommen und jetzt kommt die erste Einschätzung:

Ich liebe es.

Geotagging mit Android und Ubuntu

Ich bekenne mich gern zu meiner Vergesslichkeit. Bei vielen Fotos, die ich mal gemacht habe, frage ich mich, wo. Deswegen wär es doch ganz praktisch, wenn man den Mehrwert aus der Kombination Digitalfotos + Handy mit GPS nutzt.

Folgender Versuchsaufbau: Digitalkamera (ohne GPS), Androidhandy, Ubuntu-PC. Um die drei zusammenspielen zu lassen, habe ich mir zuerst die App My Tracks aus dem Market geschnappt. Die macht nicht viel, außer GPS-Koordination mitzuloggen. Mit angeschaltetem GPS geht man dann fotografieren, MyTracks passt auf, wo man wann ist. Dieses Log kann man unter anderem auch als .gpx-Datei exportieren und sich per Email schicken.

Um dann am Rechner die Bilder mit der MyTracks-Datei zusammenzubringen, nutze ich GPSCorrelate, für die sonderbaren Windows-Nutzer gibt es bestimmt etwas entsprechenden als Freeware. GPSCorrelate war der erste Treffer im Ubuntu Software Center zum Thema GPS, ist also bei den Standard-Repositories dabei. Die Software liest aus, wann ein Foto gemacht wurde und schaut dann in der GPS-Datei nach, wo man da war. Deswegen ist wichtig, dass Uhr bei Kamera und Handy richtig eingestellt sind.

Die Koordinaten werden dann in die Metadaten der Bilder geschrieben – et voilà: Geogetaggte Bilder. So weiß ich auch später noch, wo ich welches Bild gemacht habe.

Wem die Bildqualität egal ist, kann die Fotos natürlich gleich mit dem Handy machen – dann spart man sich den ganzen Quatsch…

App der Woche: AppBrain

AppBrain ist mehr als eine App. AppBrain ist so etwas wie eine Fassade mit Extrafunktionen vor dem Android Market, der ja schnell unübersichtlich werden kann.
Bei AppBrain kann man genauer suchen, kann schauen, welche Apps wie oft aus einem bestimmten Land geladen werden, für jede Kategorie die aktuellen Charts anschauen und so weiter. Es gibt auch eine Liste von persönlichen Empfehlungen, die allerdings für mich selten passend wirken.

Und wenn man dann auf der AppBrain-Seite etwas gefunden hat, was man unbedingt haben möchte, dann kommt das wirklich coole Feature zum Einsatz: Man klickt am Rechner auf „Installieren“ und wie durch Geisterhand wird die App auf dem Handy installiert. Wem das zu spooky ist, der kann sich auch den passenden QR-Code anzeigen lassen und sich so mit Handy und Barcode-Scanner auf die passende Market-Seite führen lassen.

Um diesen großen Zauber miterleben zu können, braucht es drei Schritte:

  1. Bei AppBrain ein Konto mit der eigenen Google ID anlegen
  2. Die entsprechende App auf dem Handy installieren
  3. Für den finalen Installier-Hokus-Pokus Fast Web Install auf dem Handy installieren

Bei mir sorgte das dafür, dass ich nur noch sehr selten den Original-Market benutze. Einzige Unannehmlichkeiten sind oft unpassenden Empfehlungen und die Tatsache, dass man manchmal eine App bei AppBrain findet, die es dann gar nicht im Market gibt.

So, als Belohnung für das bis zum Ende lesen dürft Ihr anschauen, welche Apps ich installiert habe.

Der Androide und ich

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich vom bösen Microsoft zur Datenkrake Google wechseln möchte, das ist jetzt geschehen. Mein neues Handy ist ein HTC Desire, der Horst wird mir das nachmachen.
In vier Jahren Windows mobile konnte ich kaum Fortschritt feststellen. Einzig die daraufgepappte HTC-Oberfläche sorgte dafür, dass sich WM 6 besser anfühlte als WM 5.
Und auch beim Desire findet man eine ähnliche, sonderbar vertraute Oberfläche wieder. Die Uhr sieht gleich aus, das Wetterwidget auch. Daher wirkte das Desire nach dem Anschalten gar nicht sooo revolutionär im Vergleich zu meinem alten HTC Diamond. Ungewohnt ist natürlich das deutlich größere Display – als Einhandbediener tut nach einer Weile die Daumenwurzel weh, weil der Weg zur anderen Displayseite dann doch sehr lang ist. Aber nach einiger Eingewöhnungszeit entwickelt man wohl entweder einen längeren Daumen oder eine kräftige Daumenwurzel – es tut jedenfalls nicht mehr weh.

Am Anfang natürlich gab es die Standardaktionen – viel zu viele Apps runterladen, die sieben (Sieben!) Homescreens mit glänzenden Widgets bevölkern, schauen, wie lange der Akku bei normalem Gebrauch durchhält. Das sind bei mir übrigens um die 15 Stunden, man kommt also gut über einen Tag mit einer Ladung – das klappte bei meinem Diamond damals leider nicht.

Nach drei Wochen mit dem Desire haben wir uns gut aneinander gewöhnt, es funktioniert einfach vor sich hin. Sogar der mp3-player reicht aus, um mal die Wartezeit auf die Straßenbahn zu überbrücken. Leider ist allerdings bei 32 GB Speicher Schluss, allzuviel Musik und Videos passen da nicht in die Tasche. Dafür kann man den Rest der Zeit ja mit tausenden sinnvoller und -loser Apps verbringen, zu denen ich in der nächsten Zeit versuche, hier was zu schreiben.

Das für mich hervorstechendste ist die nahtlose Google-Integration. Da ich schon vorher all meine Daten bereitswillig bei Google abgegeben habe, macht Android für mich richtig Sinn. Egal ob Mails und Kontakte in Gmail, Fotos in Picasa, Termine im Kalender – alles quasi automatisch auf dem Handy. Mit Grausen erinnere ich mich zurück, dass man mal Handys per Kabel an einen Computer anschließen musste, um Daten zu synchronisieren.

Leider heißt es für mich Warten auf Froyo, mein Gerät ist o2-gebrandet und muss wohl noch eine Weile auf das Android-Update warten…