Der jährliche Tourbeitrag

Ja es ist wieder Tour de France. In Deutschland mal wieder weitesgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, obwohl ein Deutscher das gelbe Trikot getragen hat (Marcel Kittel) und neben ihm auch John Degenkolb und Andre Greipel Aussichten auf Etappenerfolge haben. So muss man also mal wieder auf Eurosport ausweichen, wobei dort in den letzten Jahren eh die bessere Tourübertragung war.

Dabei stößt man immer wieder auf (zumindest mir) bisher unbekannte, witzige Werbespots wie den von Turkish Airlines

Flimmerkasten

Während der ganzen Feiertage hat man gewöhnlich viel Zeit. Manche genießen in der Zeit alle Herr der Ringe Teile (natürlich extended), andere wiederum versuchen ihr Sky Abo bis zum Maximum auszureizen. Das Fernsehprogramm bietet ja außer den ganzen tollen vielen Märchen und dem Traumschiff auch kaum Alternativen.
Da hab ich dann in den Weiten des Internets doch noch was gefunden.
Bei Flimmer.de kann man sich aktuelle Filmtrailer anschauen (Kino, DVD, on Demand) und kriegt dann pro geschautem Trailer 5-10 ct. Das ersehene Geld kann man später gegen DVD’s oder Kinogutscheine tauschen.

Okay, es dauert ne Weile bis man was zusammengeschaut hat und man kann auch nur maximal 10 (bezahlte) Trailer am Tag schauen. Und ja die Trailer sind auf deutsch. Aber so für nebenbei finde ich das ne gelungene Sache.

Empfehlungsversagen

Die Internetdatenkraken und ich, aus uns wird wohl doch nichts.

Da kaufe ich seit Jahren bei Amazon ein, und im Gegenzug versucht Amazon, mich zu darauf aufmerksam zu machen, dass es immer noch mehr mehr mehr schöne Dinge gibt, die ich gern haben würden könnte. Manchmal führt das zu skurrilen Empfehlungen. Weil ich zum Beispiel vor 8 Monaten mal in einer hitzigen Diskussion über Luftentfeuchter im Museumsstandard wissenshungrig mein Telefon samt Amazon-App gezückt habe, um beitragen zu können, wie viel so was denn kostet, erhalte noch heute gefühlt im 2-Tages-Rhythmus Hinweise auf eben solche Geräte. Offenbar stellt ein guter Luftentfeuchter das perfekte Geschenk dar, dass ich jemanden machen kann. Von dem etwas irritierenden Luftentfeuchterbeispiel abgesehen, sind die vermeintlich zielgenauen Empfehlungen in den Top drei meiner Gründe, möglichst alles bei Amazon zu kaufen. (Für wen es interessiert, die anderen Gründe sind der gute Umgang von Jeff Bezos mit dem 1984-Kindle-Skandälchen und die für mich ungeschlagene usability der Website.)

Für Google ist es ja noch einfacher. Nicht nur liest das freundliche Unternehmen alle meine Mails, weiß, welche Nachrichten ich verfolge, wonach ich im Internet suche, sondern dank Android auch wann ich aufstehe, welchen Weg ich zur Arbeit nehme und wie sich die Außentemperatur auf meine morgendliche Laufrunde auswirkt. Google sollte mich richtig gut kennen.

In Sachen Musik müsste auch Apple genaue Vorstellungen von meinem Geschmack haben. Als einer von einer vermutlich einstelligen Anzahl von Genius-Nutzern hat sich mein iPod stets artig gemerkt, was ich gern und oft höre – und das mit mit dem vergleichen lassen, was im verteilten Hirn einer Apple-Serverfarm mit einem elektronischen “Leute die so sind wie ich”-Klebezettel markiert war.

Warum ich das erzähle? Amazon, Google, Apple. Alle haben sie es unterlassen, mir in den vielen Jahren der intensiven Service- und Datennutzung irgendwann mal auch nur ein Album von “The Dears” vorzuschlagen. Und das ist wirklich nicht nachvollziehbar, klingen The Dears doch wie ein Mix der Hälfte meiner heavy rotation playlist. Hälfte mag übertrieben sein, aber The Dears klingt wie eine Mischung aus Bloc Party, Arcade Fire und Morrissey. Sowas muss einfach in meiner Sammlung zu finden sein.

Glücklicherweise kam ich jetzt über einen anderen Weg zur Band, Auslöser war Brös Kommentar zum Now, Now-Album, der mich zur Recherche zum Wikieintrag von Pony Up führte, wo ich las, dass zwei viertel der Ponys im tour line up von The Dears waren. Woraufhin ich das letzte Album der Band kaufte und seitdem enttäuscht von Amazon, Google und Apple bin. Aber vielen Dank Brö!

Poetry spam: Gucci bandana scarf

Hier in den Fabrikhallen von Horst Working kommen ungefähr eine Fantastillion Spam-Kommentare pro Sekunde an. Die meisten sind ziemlich öde, aber ich möchte eine Perle grenzdadaistischer Poesie mit Euch teilen:

I really enjoy our gucci bandana scarf, nice and way. I take all of these books cold months. You need to fully understand as soon as you purchase them to get a new sizing less space-consuming than you mostly take, actually they’re going to be too large.

Habemus victor!*

Es ist geschehen! Dieses plüschig-familiäre Plätzchen hat eintausend Kommentare gesammelt. Der Kommentar Nummer 1000 ist:

hmm.. im urlaub fussi spielen und danach duschen gehn.. ja ok, passt.. is genehmigt!

Somit ist der Gewinner der Horst-Working-Rarität der Maddin, und zwar der Maddin mit dem Motorrad, um genau zu sein.

Die Autogrammkarte wird gerade in Südostasien von unseren Kinderarbeiterinnen zurechtgeklöppelt und in Kürze an den Sieger übergeben.

* Falls sich gewundert wird was der Titel soll, in meinem Montagmorgenhirn heißt das „Wir haben einen Sieger“ auf Latein. Ich ließe mich ausschließlich von einem Latein-Muttersprachler überzeugen, dass ich damit falsch liege.

Das Horst-Working-1000-Gewinnspiel! Mit Preis!

Wir haben im Moment satt über 900 Kommentare gesamt in diesem charmanten mittelständischen Blog gesammelt. Vielen Dank schon mal dafür!

Um ein noch größeres – und wirklich unbezahlbares – Dankeschön exemplarisch einen einen Kommentator zu geben, starten wir jetzt unser erstes Gewinnspiel.

Die Regeln sind einfach erklärt: Wer den eintausendsten (in Zahlen: 1000.) Kommentar schreibt, gewinnt

eine echte Horst und Hase-Autogrammkarte!

Wir behalten uns natürlich vor, reine Spamkommentare zu löschen, falls ersichtlich ist, dass Ihr nur für das Autogrammkartenunikat schreibt! 😉

Dann mal viel Glück!

Google Drive Werbung?

Google hat vor einigen Tagen Drive auf das Internet losgelassen, ein weiterer Cloudspeicher wie Microsofts Skydrive, Apples iCloud oder eben die gute alte Dropbox. Ich bin eher unaufgeregt, was Google Drive angeht, schließlich bin ich treuer Dropbox-Kunde und hab mich echt gefragt, warum man denn von Dropbox zu Google Drive wechseln sollte, schließlich habe ich mit Dropbox noch nichts negatives erlebt.

Doch wie passend, pünktlich zum Konkurenzstart leistet sich Dropbox mal ganz blöde publicity:

Dropbox hat eine Datei einfach mal so gelöscht, weil eine Urheberrechtsvermutung vermutet wurde. Und als Bonus dazu auch noch die sharing-Funktionen des Kontos gesperrt. Und zum perfekten Abschluss: Das offenbar zu unrecht und beim öffentlichkeitswirkamen Mario Sixtus.

Bessere Werbung für Drive könnte Google nicht selbst machen.