Two Gallants – what the Toll Tells

Ich habe lange Zeit mit den Gatisdownloads aus diesem Alben verbracht – da fand ich es nur fair, auch ein wenig Geld wandern zu lassen. Also gabs das mittlerweile sechs Jahre alte Album für mich bei iTunes. Und es hat sich wirklich gelohnt. Im Vorfeld hab ich befürchtet, dass es mir zu folkig ist, immerhin kam es bei Saddle Creek heraus.
Grundsätzlich würde ich zwar sagen, dass „wtTT“ ein Folk-Album ist, allerdings gemischt mit ein wenig Noise, Punk und auch einmal Ska. Spätestens wenn man sich auf die (ewig langen) Texte eingelassen hat, ist egal, dass die beiden Kavaliere folkig klingen und sogar Mundharmonika spielen – etwas, was ich für gewöhnlich nur Bob Dylan erlaube.
Musikalisch ist es recht abwechslungsreich, fast jeder Song ist vollgestopft mit irritierenden Rhythmuswechseln. Dabei klingt der Gesang immer etwas daneben, das Schlagzeug hängt oft etwas hinterher, der Songaufbau ist manchmal etwas zu verbastelt und zu lang. Aber als Gesamtpaket passt es für mich dann wieder gut.
Das wahre Highlight stellen die Texte dar, die voller Abgründe und jugendlichem Hass sind.
Für mich ist das Album ein Volltreffer, zehn gut angelegte Euros. Leider kann ich kein Amazon-Preview einbinden – In den Weiten von Amazon gibt es „what the Toll Tells“ nicht. Aber wie sich das gehört, kann man mit „Las Cruces Jail“ und „Waves Of Grain“ zwei Lieder auf der Homepage unter „V – Media“ für lau haben.

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