Alle meine Handys

Nachdem der Horst ja bereits seine Handyhistorie offengelegt hat, zieh ich mal nach. Bei mir fing der ganze Spaß schon 1995 an. Bei der Rekonstruktion, welches Handy ich denn wann hatte, erwies sich gerade für die ganz lang zurückliegenden Zeiten die Seite handy-sammler.de als praktisch.

Da ich die verschiedenen Geräte alle in irgendwelchen Kisten im Keller versteckt habe in meinem für Außenstehende nicht nachzuvollziehende Ordnungssystem aufbewahre, stehen sie für Fotos nicht zur Verfügung. Deswegen gibts per Klick auf das Handymodell ein Foto aus der Google-Bildersuche in einen neuen Fenster.

Alcatel D1-987, ab 1995

Los gings Mitte der Neunziger mit einem wunderschönen Gerät der Telekom. Sowohl Farbe als auch Format entsprachen einem Ziegelstein. Das Handy hatte kräftige zwei Stunden Stand-By-Zeit, die man ich mit 18 Stunden Aufladezeit beschaffen musste. Zwar sah das Telefon aus, als sollte an einer Ecke ein Münzeinwurfschlitz sein, aber 1995 ein Handy zu haben, war schon cool…

Motorola d160, ab 1996

Mit einem D2-Vertrag gab es auch ein neues Gerät – das war zwar nicht viel kleiner als das Alcatel, aber immerhin schon mal nicht Ziegelsteinfarben. Motorola hat sich offensichtlich überlegt, eine Kombination zwischen Handy und Selbstverteidigungswaffe herzustellen: Durch einen massiven Metallträger konnte man (tatsächlich!) mit dem Gerät Nägel in Wände schlagen… An irgendwelche besonderen Features kann ich mich nicht erinnern, man konnte damit telefonieren, das reichte damals ja schon.

Ericsson GF768, ab 1998

Hässliche Farbe, tolles Handy. Neben dem coolen understatement-display (nur eine Zeile!) konnte man selbst Klingeltöne komponieren! Und SMS schreiben ging wegen zwei Umschalttasten am Rand Wahnsinnig schnell. Wenn nicht Farbe und die blöde Antenne gewesen wäre, wäre ich vollkommen zufrieden gewesen…

Motorola V50, ab 2000

Zum Jahrtausendwechsel gab es bei mir einen Betreiberwechsel, ich kündigte meinen D2-Vertrag und unterschrieb bei Viag Interkom. Für die jüngeren Leser: Vodafone hieß man D2, o2 hieß mal Viag Interkom. Neben der innovativen Homezone gab es ein Brot-und-Butter-Handy von Motorala, das aber wirklich angenehm klein war. Konnte nichts besonders, die vielgelobten Sprachkommandos hab ich nie wirklich benutzt.

Motorola V70, ab 2002

Während alle Welt nach Handys mit Farbdisplay, Spielen und coolen Features lechzten, schwamm ich mal gegen den Strom: Das V70 kann mal gar nichts, sieht aber ausgefallen aus. Hat etwas von einem Flaschenöffner mit Display. Dafür hatte es einen Browser, der aber auch nur theoretischen Nutzen besaß.

Sony-Ericsson K700i, ab 2004

Schweren Herzens habe ich danach das K700i gekauft, eigentlich war es mir zu gewöhnlich. Aber irgendwie gab es zu dem Zeitpunkt bei o2 nichts witziges. Dafür kam ich erstmalig in den Genuss von Kamera, Javaspielen, Farbdisplay, und so weiter. Fand ich schon mal gut, fragte mich allerdings, warum man nicht von der blöden Handybedienung weggeht, wenn es schon die Funktionen eines Computers gibt.

HTC Prophet / o2 XDA Neo, ab 2006

Daher dann zur nächsten Vertragsverlängerung der Sprung zum PDA, damals – in der pre-iPhone-Zeit – war man noch ein ziemlicher Geek mit Touchscreen und mobile internet-Flatrate. Das Prophet hatte natürlich alle Microsoft-Windows-Krankheiten und war unverschämt dick und schwer, trotzdem kann ich mit seitdem nicht mehr vorstellen, ohne Browser unterwegs zu sein.

Motorola Motofon F3, ab 2006

Als Zweithandy neben dem beleibten Prophet habe ich mir das minimalistische F3 gekauft – bei einem Preis von 19,99 € musste ich nicht lange überlegen. Vor allem wollte ich mal ein e-Ink-Disklay in echt benutzen.
Es ist wirklich ein Nothandy, bedient sich schlecht, ist aber gut genug, um „erreichbar zu sein“. Da mein folgendes Haupthandy ähnlich klein ist, befindet sich das Motofon schon länger im Winterschlaf.

HTC Touch Diamond / o2 XDA Diamond, ab 2008

Mein Aktuelles: Wenn Windows mobile irgendwann mal weiterentwickelt worden wäre und der Akku etwas länger halten würde, wäre ich jetzt nicht so scharf auf Android. Das Diamond ist angenehm klein und leicht, die Bildschirmauflösung reicht für die meisten Sachen, mit dem Opera mobile ist browsen auch ein ziemliches Vergnügen. Und das Handy sieht echt gut aus.

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