Nancy’s Tagebuch Teil 2

Liebes Tagebuch,

der heutige Tag stand ausschließlich unter dem Motto Suche – Suche, aber ob Du fündig wirst, steht in den Sternen..

* Suchet die Reiserucksäcke und bringet sie den Touris:

Nachdem Jens gleich nach dem Aufstehen den Kauf eines frischen T-Shirts berichten konnte und wir beim Frühstück gleich die positive Nachricht des Findens und Zustellens bis 12 Uhr überbracht bekamen, schmeckt die Obstschüssel doch gleich noch besser! Ach, war das schön – den ganzen Vormittag bei glühender Hitze im Hostelhof sitzen und auf die Ankunft von zwei Rucksäcken warten. Nun denn, der Ein oder Andere mag es schon vernommen haben – mit der Pünktlichkeit und Einhaltung von Zeiten haben es die Thais nicht so genau.

* Suchet einen gescheiten Zeitvertreib:

Gg eins hatten wir dann die Schn** voll und stiefelten los Richtung Tempel und Königspalast. Natürlich sahen wir dabei so umwerfend aus, dass wir gleich von fiesen Taubenfüttertypen umkreist und misbraucht worden. Ich find Tauben eklig – warum soll ich sie füttern?? Jedenfalls hatten diese Taubenmuttis die dreiste Angelegenheit mir Maistüten in die Hände zu drücken und anschließend Geld dafür zu verlangen. Die spinnen, die Taubenthais! Da sind wir doch lieber weitergestiefelt (natürlich am Ziel vorbei und mit Umweg, weil es einfach so gemütlich zu laufen war bei 45° Hitze..) und haben Onkel Buddha nen Besuch abgestattet. Mein Gott, dass alte, verehrte Menschen sich immer hinter 345728 Tempeln und Eingängen verstecken müssen. Und dann lag der alte Mann da nur rum und sorgte zudem bei Lampe für Traurigkeit, weil er keine Glatze hatte.. Der Königspalast hatte natürlich bis zu unserer Ankunft schon geschlossen. Egal, wer uns eben nicht will… Also ging es immer den Fluss entlang – ich glaub Bangkok besteht nur aus Trödel-, Essen- und sonstigen Verkaufsstandbuden…

* Suchet den gesunden Geruchssinn/leggör Essen:

Ich behaupte – den gibt es in Bangkok nicht. Meiner (Tussi)Meinung nach stinkt es überall, nach Müll, nach ranzigem Essen, nach undefinierten Sachen, manchmal nach Klo… Da will man sich am liebsten dauer-übergeben. Auch das Thai-Essen und ich haben uns noch nicht abschließend gefunden. Ich will ein Schnitzel und keinen Tofusalat in Öl geschwenkt! 🙂 Wenn es wenigstens helfen und das ein oder andere Kilo verschwinden lassen würde..

*Suchet die Rucksackinhalte:

Gg. späten Nachmittag gings zurück zur Khaosan. Überraschung – was lag da in großen Tüten hinter dem Tresen? Jaaa, unsere Rucksäcke! Also aufgesattelt und die Beute ins Kämmerchen geschleppt. Mh, aber hatte ich vor dem Abflug nicht noch meinen kleinen Sommerschlafsack und Lampe sein Basecap eingepackt? Und wieso war Lampes Reißverschluss im Rucksack offen? Ein Teufel wer Schlimmes dabei denkt…. Jedenfalls alles sehr strange und nicht gerade vetrauenserweckend bis ärgerlich. Wer weiß was noch alles verschwunden ist.. (Oder für Familieninsider: vielleicht im Kleiderschrank liegt..)

*Suche nach den Rothemden:

Hab sie! Stehen ganz viele am Demokratiedenkmal und reden sich in Rage. Man munkelt, es ist eine politische Veranstaltung, aber irgendwie erinnert das mehr an einen roten Jahrmarkt.. also nur schnell den Touripunkt (natürlich wieder nach langem -versehentlich umweglich gegangenen- Fußmarsch) abhaken und zurück zum nächsten ToDo..

*Suche nach dem richtigen Anreiseweg:

Da die Tage in Bangkok bald gezählt sind, musste die Weiterreise organisiert werden, denn schleppen will ich das Gepäck nicht unbedingt 100te von km in den Süden. Bietet sich wer freiwillig an? 🙂 Jedenfalls ab ins Taxi (übrigens sehr vertrauenserweckend, dass beim typischen Thaifahrstil Gurte auf der Rückbank stets fehlen bzw. funktionsuntüchtig gebastelt wurden) und für Umme mal zum Bahnhof gekutscht. Kaum angekommen war man natürlich sofort umzingelt von den „offical Touri Guides“ (ist gar nicht so leicht, die „officials“ von den „officials“ zu unterscheiden), zum nächsten Bahnschalter gezogen und sollte Sekunden später seine Seele verkaufen. Na gut, ganz so drastisch vielleicht nicht. Jedenfalls gab es kein Dreierbett mit Rüschenkissen mehr im Nachtzug, so dass wir uns für die abenteuerliche Reise im Reisebus entschieden haben. Angeblich nix umsteigen, Klima und alles toll. Vielleicht gibt’s im Bus ja auch ne Cocktailbar.. 😉

*Suche nach dem perfekten Shopping-Schnäppchen:

Ach Mädels, hier gibt es ja doch recht nette Stöffchen, die sich Frau (und ggf. auch Mann) um den Körper wickeln kann. Da die Thais wohl alle Einheits-Klone sind, gibt’s hier immer nur one size. Dumm nur, dass ich zwar auch „only one size“ trage, aber eben ne andere als alle anderen. Was soll ich sagen? Ich habe es redlich versucht, aber nachdem meine beiden Begleiter des öfteren ihre Gesichter mit Panikattacken oder Lachanfällen überhäuften, habe ich es aufgegeben. Ironie des Schicksals – zu dem Zeitpunkt fiel mein Blick auf ein Shirt mit drei Auswahlmöglichkeiten: Small, Medium, Fat. Tja, wo war wohl das Kreuz… :))

*Suche nach dem geeigneten Tagesausklang:

ach, wenn es schonmal so schön ist, dann bleiben wir doch beim altbekannten. Also ab ins Ethos, bis die Jungs rausgeschmissen wurden (ich war natürlich vorbildlich bereits mit dem Sandmännchen zu Bett gegangen…)

Nun ja, urteilt selbst, wie erfolgreich dieser Suche-Tag war..

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4 Gedanken zu “Nancy’s Tagebuch Teil 2

  1. Wozu so ein Blog gut ist wenn man wissen will wie der Laden auf der Khao San hieß und wie Michael sein laden mit den Rädern hieß 😀

  2. Hallo Nancy, ich lach mich immer ein wenig ‚kaputt‘ wie du schreibst, wie du halt bist, Achi und ich haben viel Spass beim Lesen. Schade dass einer dich um Reisegepäck (Kamera) erleichtert hat, aber es gibt viel Schlimmeres, sei nicht traurig. Habe mit deinen Begleitern einen schönen Tag (Drück und kusse unseren Jensi von uns9

  3. hm, weiß nich… 😉

    auch wenns wie immer sehr untehaltsam ist zu lesen, nanca, du schreibst zuviel, das erschlägt einen ja…

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