Max Barry – Machine Man

Als Lektüre für den Urlaubsflug hatte ich mir Machine Man von Max Barry gekauft. Ich hab mich hier ja schon als Fan des Australiers geoutet und so war der letzte Roman, der im letzten August erschien, ein Selbstkäufer.

Zunächst bin ich glücklich, das Max Barry sich nicht mehr Maxx Barry nennt. Ich fand immer, Maxx Barry klingt wie ein Pornodarstellername.

Die andere Sache – Ich hab das Buch kindle sei Dank im Original gelesen – aber ich bin schon voller Vorfreude auf die Titelübersetzung durch den deutschen Verlag. Denn bisher waren die Versuche der Übersetzung bei Max Barry immer besonders bekloppt und hatten nichts mit dem richtigen Titel zu tun. So wurde aus “Syrup” im deutschen “Fukk”. Aus “Jennifer Government” wurde “Logoland”. “Company”? Das heißt auf deutsch “Chefsache”.

Edit: Hab gerade gesehen, dass Buch kommt im Mai in Deutschland raus und heißt dann “Maschinenmann”. Wie langweilig!

Interessant an Machine Man ist schon die Entstehungsgeschichte. Herr Barry hat das Buch Seitenweise geschrieben, online gestellt und feedback von seinen Kommentatoren eingeholt, wie die Geschichte weiter gehen soll. Buch 2.0 quasi.

Die story lebt sehr von ihrer Überzeichnung und der krassen Grundidee, auf der sie basiert. Deshalb sollte man sich vorher gar nicht anschauen, worum es dabei geht, das würde viel Reiz des Lesens nehmen.
Das Ganze ist in Ich-Perspektive geschrieben – etwas, womit ich mich für gewöhnlich schwer tue. Meist brauche ich recht lang, um einen emotionalen Bezug zum Protagonisten aufzubauen. Bei Machine Man erwischte es mich allerdings sofort innerhalb der ersten drei Seiten. Die Geschichte beginnt mit unserem aufwachenden Haupthelden, der feststellt, dass sein smartphone nicht da ist, und in rationaler Panik versucht, die wahrscheinlichen Aufenthaltsorte des Telefons durchzugehen. Dies war mir so greifbar, dass ich mich im Buch gar nicht an der Ich-Form gestört habe.
Die erste Hälfte las sich gut und schnell, ab dann wurde es etwas zähflüssig, da es dann wirkte, als ob es eher eine Pflichtarbeit war, die Geschehnisse bis zum logischen Ende des Buches aufzuzählen.

Aber alles in allem ein ausgesprochen unterhaltsamen Buch mit Max Barry-typischen Themen.

Hier noch die Links, einmal zum jetzt lesen (kindle):

Und dann ab Mai auf Deutsch und auf Papier:

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3 Gedanken zu “Max Barry – Machine Man

  1. Okay, hört sich interessant an und deine Empfehlungen haben mich ja nie enttäuscht.. Falls du Lust und die Möglichkeit hast, gib doch nochma n kurzen Hinweis, wenns das als Taschenbuch gibt, hab mich mit kindle noch nich angefreundet..
    Wenn du ne Seite oder n app für solche reminder kennst wärs natürlich noch cooler..

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