The Talented Mr. Ripley

Jetzt mal was brandaktuelles: Ein Buch wurde 1955 geschrieben, 1999 verfilmt, und jetzt schreibe ich darüber.
Ich hatte den Film mal teilweise im Fernsehen gesehen, konnte mich aber nur diffus erinnern und wusste, dass es mir ganz gut gefallen hat. Das fiel mir ein, als mir die freundliche Amazon-Suchhilfe das Buch als 3 Euro irgendwas-Sonderangebot für kindle anbot. Ich schlug zu, und nur ein paar Zugfahrten später war das Buch gelesen und ich beschloss, im Anschluss den Film “noch mal richtig” zu gucken.

Mein Fazit, echt gutes Buch, guter Film, aber irgendwie ausgesprochen unterschiedlich. Die Handlung natürlich ist die selbe: Tom Ripley wird von einem amerikanischen Industriellen nach Europa geschickt, um den dort hingezogenen Sohn wieder zurück zu holen. Das endet mit Morden und einem Tom Ripley, der die Identität des abtrünnigen Sohns annimmt.

Die Unterschiede liegen in der Gestaltung der Charakter, dort liegen zwischen Buch und Film Welten. Während Tom Ripley im Film eiskalt berechnend wirkt, hatte ich im Buch den Eindruck, dass er sich die ganze Handlung über stets zur nächsten noch verheerenderen Handlung getrieben fühlte. Auch der verlorene Sohn Dickie Greenleaf, der im Buch noch ein unangenehm gutgelaunter netter Typ ist, wird im Film zu seinem fremdgehenden Halbsoziopathen.

So ist der Film für mich ein Thriller mit tollem Bildern und Musik, der etwas zu kräftig holzhammerpsychologisiert, während das Buch zwischentöniger ist. Besonders schätzte ich am Buch, dass ich bis zur letzten Seite mit dem Bösewicht mitfieberte.

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3 Gedanken zu “The Talented Mr. Ripley

  1. ich mochte dem film auch sehr, was natürlich auch durch das jude-schnuckelchen potenziert wurde 🙂
    vielleicht hab ichs auch nich mehr 100%ig im kopf, aber ich hab das „getrieben“ im film gesehen und hab den jude auch nich als soziopathen empfunden, hm.
    also für mich kams rückblickend schon so rüber wie dus auch fürs buch geschldert hast, vielleicht nich so intensiv/umfänglich wie im buch, deswegen kommt es dir so vor?

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