Die anderen 50% von zehn Büchern, die man gelesen haben sollte

Mmh wieder kein leichtes Thema. Fangen wir erstmal damit an, dass hier glaub ich keine Klassiker erwartet werden dürfen. Mit Belletristik kann ich ja mal gleich gar nichts anfangen. Oder zumindest wenig. Auch meine lieben Deutsch (und Englisch-)lehrer haben es nicht geschafft, mich dafür zu begeistern. In der Grundschule sah es noch gut aus. Da war man noch kein Streber wenn man schon weiter gelesen hatte, sondern fast so was wie cool (ich glaub ich war in einer komischen Klasse). Danach ging aber mit der Lesebegeisterung für die Schullektüre rapide bergab, bis hin zu „lass uns mal das Video dazu ausleihen, dann müssen wir nicht lesen“. Was nicht heißen soll, dass ich nicht gerne lese. Allerdings doch eher in der Abteilung Sachbücher. Und was liegt da näher als die „wichtigsten“ Sportlerbiografien zu nehmen. Damit es nicht zu Fussballlastig wird, werde ich pro Sportart nur einen Vertreter ins Rennen schicken.

top5

Wenn ich mir die Top5 zu Sportlerbiografien angucke, dann habe ich 4 davon gelesen oder zumindest schonmal angeguckt. Allerdings zähle ich weder Pilgern zum Jakobsweg noch unsere Erde und die Jahreszeiten zu wirklich sportlichen Events. Deswegen ist das erste Buch:

„Ich bin Zlatan.“

In den letzten Jahren gab es immer 3 sichere Anwärter für den Titel Weltfussballer des Jahres. Der brave und von allen geliebte Lionel Messi. Der „schöne“ und nur von Frauen geliebte Christiano Ronaldo. Und der Bad Boy. Zlatan Ibrahimovic. Ein bosnischer Schwede. Was kann da rauskommen? Okay das Buch ist nur geghostwritet aber es trotzdem versteht man diesen komischen Typen danach besser.  Kindheit in der Sozialsiedlung und immer auf dem schmalen grad zwischen Genie und Wahnsinn. Letztendlich hat er es doch geschafft, einer der besten Fussballer der Welt zu werden. Aber bis heute ist er kein glatgebügelter Einheitsprofi, sondern eckt immer wieder an.

Buch 2 ist „Der Domestik“ von Charles Weglius.

Die dazugehörige Sportart ist, der Radsport. Als Sportler auf dem ersten Blick eher wenig erfolgreich (kein einziger Profisieg) hat er es doch zu einer langen Profikarriere im Radsport geschafft. Nach dem Buch weiß man auch, dass ihn das allein erfolgreich macht. Er ist einer der Role Player ohne den die oberflächlich erfolgreichen Fahrer bei weitem nicht so erfolgreich wären. Man bekommt Einblicke in die tiefen des Radsportgeschäfts ohne ständig über Doping nachdenken zu müssen. Ich fand das Buch sehr interessant und hab es auch in einem Rutsch durchgelesen. Und ich weiß auch, dass mindestens 2 weitere der Stammleser bzw. Autoren das Buch ebenfalls gelesen haben.

„Bad as I wann be“ von und mit Dennis Rodman

das Buch hab ich mit 14 glaube ich gelesen (oh Gott das ist schon 20 Jahre her) und bis heute ist es auch das Buch, welches ich am häufigsten gelesen hab. Mir gefällt der Mix aus persönlichem und sportlichem. Anstrengend hingegen fand ich den ständigen Wechsel der Schriftgröße, aber auch daran gewöhnt man sich. Worum gehts? Natürlich um Dennis Rodman und seinen Weg zum Paradiesvogel der NBA. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnisse, macht ein plötzlicher Wachstumsschub ihn zum Basketballer. Auf dem College noch Scoring King merkt er in der NBA schnell, dass sein „Lücke“ im System die Reboundarbeit ist. Die Drecksarbeit zum Geschäft machen. Natürlich kommt auch das Privatleben in dem Buch nicht zu kurz. Denn immerhin ist das ja der Punkt der ihn weltweit bekannt gemacht hat.

Das 4. Buch mag auf den ersten Blick nicht in die Sammlung passen. Guckt man sich aber „Rangers and the famous ICF“ genauer an, ist es genau so eine Sportlerbiografie wie die anderen. In den 80er gab es noch kein UFC um sich offiziel im regellosen Ganzkörperkampf zu messen. Also sind in ganz Großbritannien Gruppen unterwegs um sich gegenseitig „Aufs Maul zu hauen“. Nach dem Lesen des Buches wird man immer noch nicht verstehen, warum die das wirklich machen. Aber das wie, wo und wann lernt man schon. Alles unter dem Deckmantel des Fussballfanseins. Auch die sogenannten „Firms“ sind im weitesten Sinne nichts anderes als Sportvereine. An Spieltage muss ebenso eine Aufstellung und Strategie geplant werden wie beim Fussball.

Last but not Least ein Buch das ich selber noch nicht gelesen habe, aber auf jeden Fall in nächster Zeit angehen werde. „Aufgeben gilt nicht“ ist die Biografie über das Sportlerleben des Frank Busemann. Der ist einfach so sympathisch und immer noch auf dem Boden geblieben, dass ich mir seine Biografie einfach mal reinziehen muss.

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2 Gedanken zu „Die anderen 50% von zehn Büchern, die man gelesen haben sollte

  1. De Horst – immer wieder n ganz anderen Blickwinkel, in eine Richtung, die mich anspricht 🙂

    So:
    Ibra gleich mal gekauft, is ja sogar relativ aktuell, bin gespannt 🙂

    Radsport: nur bedingt meins, Buch von Lance gelesen – reicht.

    Dennis The Menace: selbstverständlich auch schon vor Jahr(zehnt)en verschlungen 🙂

    ICF: ookay, erinnert mich an ne kurzreportage zu bareknuckle-fights, die ich mal gesehen hab. die engländer sind schon tradionell anders, fands ziemlich abgefahren… also icf-buch gekauft

    Incredible Busman: hm, meinste, da steht für uns Heldenexperten noch viel „Neues“ drin? Na lies mal und sag dann. obs sich gelohnt hat, ok?

  2. wundert mich nicht, dass du nur über sportlerbiografien schreibst. die dicken wälzer hinsichtlich amerikanischer politik (z.B. clinton) oder geschichte (bürgerkrieg) haste zwar schon x mal angefangen, aber ja noch nie zu ende gelesen.. ;))

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