Ausprobiert: Moblin 2.0

moblin

Im Vorfeld des nahenden Ubuntu 9.10 wollte ich auch mal einer anderen Distribution eine Chance geben: Moblin. Moblin kommt von Intel und ist ein ziemlich abgespecktes Linux speziell für Netbooks. Ich hab es auf meinen EEE 901 go probeweise installiert.

Die Installationsdialoge sehen etwas zusammengebastelt aus, entsprechen inhaltlich aber den üblichen Ubuntu-Masken. Das größte Werbeargument von Moblin ist die Bootzeit. Und tatsächlich: Von Knopfdruck bis Desktop dauerte es bei mir gerade mal 12 Sekunden, das ist super. Wenn man dann auf dem Desktop angekommen ist, sind alle Sachen etwas anders, als man sie von anderen Distributionen kennt, aber vollkommen selbsterklärend. Die Oberfläche wirkt, als wenn man sie eher per Touchdisplay als mit dem Mauszeiger bedienen sollte. Sonst ist es recht minimalistisch: Es gibt einen Browser (etwas anders aussehender Firefox), einen Mailclient (etwas anders aussehender Evolution), einen Instant-Messaging-Client (etwas anders aussehender Empathy) und eine große Portion Social Networking – Twitter, Facebook und co. sind in die Oberfläche integriert. Das alles lässt sich ausgesprochen flüssig bedienen. Aber insgesamt ist es eher ein minimalistisches Netbook-OS à la Xandros als ein volles Betriebssystem. Der Ansatz ist für mobile Geräte sehr gut gewählt, noch fehlen aber auch moblinisierte Programme für die hübsche Oberfläche.

Das Todesurteil für Moblin kam per Netzwerk: Mein integriertes 3g-Modem (das „go“ bei 901 go) wird nicht erkannt, und ich konnte das auch nicht ändern. Dabei ist mir aufgefallen, dass es generell noch recht wenig Community für Moblin gibt. Das andere K.O.: Mit jedem Neustart vergaß das OS mein verstecktes WLAN. Blöd.
Deswegen: Weg mit Moblin, vielleicht versuch ich’s bei Version 3 oder 4 nochmal…

Nachtrag: Die frische Version 2.1 soll 3g unterstützen.

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