New York, I Love You

Vollkommen unvoreingenommen und uninformiert habe ich „New York, I Love You“ angeschaut, da ich den Titel für ausgesprochen nachvollziehbar halte. Leider gab’s kein Kino, dass den Film im O-Ton spielt, deswegen gab’s die synchronisierte Fassung.

Memo an mich selbst: Nie wieder synchronisierte Filme anschauen. Man könnte auf die Synchronstimme von Sarah Jessica Parker in SATC treffen.

Im Kino dann sah das Publikum gänzlich anders aus, als ich es für einen Film erwartet hätte, der eine amerikanische Stadt im Namen trägt – Jede Menge Frauen, die aussahen, als wären sie Raucherinnen französischer Zigaretten, einige Herren, die auch in geschlossenen Räumen zarte Schals tragen. Hm, verwirrend.
Nachdem der Film eine Weile lief, ging mir auf, dass das Publikum passt: „New York, I Love You“ ist ein Film, der zwar in New York spielt, aber grundsätzlich europäisch wirkt. Es handelt sich um zehn Kurzgeschichten, die weitgehend nicht miteinander zu tun haben, als dass sie alle in New York stattfinden. Die Schreiber / Regisseure dazu kommen ganz multikulti aus China, Indien, Japan, Frankreich, USA, Deutschland. Deutschland? Genau. Uns Fatih Akin hat auch mitgemacht.
Leider kam jemand auf die Idee, dass man die einzelnen Geschichten doch miteinander verflechten könnte – und so gibt es dazwischen etwas gezwungene Aufeinandertreffen der einzelnen Protagonisten. Wahrscheinlich musste dass sein, da es ja bei den anderen Episodenfilmen auch so ist…
Von den zehn Segmenten gefielen mir zwei richtig gut (die von Brett Ratner, Joshua Marston), der Rest pendelte zwischen „Nette Idee“ und „Meh.“. Offensichtlich bin ich nicht das richtige Publikum dafür. Denn die Mitsitzer im Kino verbrachten dann den Abspann diskutierend, ich hörte die Sprachfetzen „…die Billianz der Bildsprache Fatih Akins…“ und „…Dominanz des europäischen Kinos in Hollywood…“. Jedem seine Tasse Tee.
Insgesamt eine okaye Geschichtensammlung, auf DVD wäre auch gut gewesen.

(youtube-Direktlink)

P.S. Man man man, sieht Adriana La Cerva Drea de Matteo fertig aus…

Danke, Gartenstaat!

Danke!

Wenn es darum geht, sich über New Jersey lustig zu machen, bin ich für gewöhnlich immer gern dabei. Aber in dieser NBA-Saison bin ich echt dankbar, dass es die Dörfer außerhalb New Yorks gibt. Die Nets haben es nämlich mit ihrem phänomenalen 0:14-Start geschafft, dass die Knicks nur Vorletzter der Conference sind. Vielen Dank nach East Rutherford!

Dieses Jahr doch kein Titel

Leider wird’s für die Knicks dieses Jahr doch nicht mit dem Titel klappen. Knicks-Fans müssen jetzt sehr stark sein: Eddy Curry hat sich verletzt.

Und Eddy Curry ist ja DER Hoffnungsträger im Big Apple. Er hat in der letzten Saison 5 Punkte und 4 Rebounds geholt – und zwar in der gesamten Saison von Oktober bis April. Und dafür mussten ihm die Knicks gerade mal 10’000’000 $ überweisen.

Spaß beiseite: Eddy Curry ist wohl der größte Patzer, den sich Isiah Thomas als GM geleistet hat. Es wird sich sicher kein Team finden, dass das dauerverletzte, unmotivierte, übergewichtige, defensivschwache, herzkranke Dauertalent übernehmen wird. Also wird der Herr mit dem Nachnamen einer Gewürzmischung wohl seinen sechs-Jahre-sechzig-Millionen-Vertrag in New York absitzen und dann vermutlich mit 29 Jahren in Rente gehen. Vielleicht lässt sich in ein, zwei Jahren aber auch ein Abnehmer für seinen auslaufenden Vertrag finden – dann sitzt Eddy in einer anderen Stadt bis zur Rente.

Ein wahrer Fan

Die Knicks hatten als Vorbereitungsspiel Maccabi Tel Aviv zu Gast. Nach seinem zweiten technischen Foul wurde Maccabi-Coach Pini Gershon freundlich aus der Halle gebeten, allerdings hat er sich so intensiv geweigert, dass er erst unter dem Einsatz von Sicherheitskräften, Schiedsrichtern, seinen Spielern und eines Rabbis gegangen ist.
Für mich ganz klar: Wenn ich einen Platz direkt am Feld im MSG hätte, würde ich auch nicht gehen wollen.

Hier noch ein pixeliges Video davon, ab 1:20 wird diskutiert.

Quo vadis, #42 & #4

Während Allen Iverson eventuell ein neues Team gefunden hat, schweben David Lee und Nate Robinson von „meinen“ Knicks noch immer im luftleeren Raum. Sie sind beide free agents, könnten also zu irgendeinem Team wechseln, oder auch in New York bleiben.
Im Big Apple sind die beiden die absoluten Favoriten der Fans. Als Chris Duhon im letzten Jahr mit 22 Assists einen Franchise-Rekord aufgestellt hat (Juhuu! Ich war dabei!), interessierte das so recht keinen in der Halle. Schließlich hatte David Lee ja einen (zugegebenermaßen sehr) guten Abend. Und einem 1 Meter 70 – Flummy wie Nate Robinson gehören schon aus Prinzip die Herzen der Fans.
Ob das bei anderen Vereinen auch so wäre, wage ich – im Falle David Lee – zu bezweifeln. Eigentlich ist er nur ein sehr guter Hustle-Player, der wahnsinnig solide spielt. Und dafür hat er sicher auch in der nächsten Saison viel Zeit in New York – mit Jordan Hill und Danilo Gallinardi hat er zwei unerfahrene Mitstreiter, neben Al Harrington und Darko Milicic ist noch genügend Platz. Im Zweifelsfall läuft #42 wieder als Center auf, denn richtige Center gibt’s ja bei den Knicks gar nicht mehr.
Nate Robinson nun wieder könnte sicher bei so manchem Verein ein paar Zuschauer anziehen. Spektakulär, Slam-Dunk-Champion – das füllt doch die Sitze!
Ich vermute, beide bleiben die nächste Saison bei den NYK und spekulieren darauf, dass die weiter bleiben können, wenn der König kommt und 10 Meisterschaften in Reihe in den Big Apple holt.