Android Apps billig billig billig

Wer es noch nicht gesehen hat: Zur Feier der Beerdigung des Android Markets und gleichzeitigen Geburt von Google Play gibt es gerade haufenweise 25 Apps zum günstigen Preis von 49 Cent. Dabei sind jede Menge Spiele wie Dead Space, Need For Speed oder World Of Goo, aber auch Sachen wie Sound Hound oder Swiftkey.
Mittlerweile lassen sich die Apps sehr komfortabel per Browser suchen und auch bei mehreren Android-Geräten remote installieren.

(Dazu, dass 3/4 von Google Play – Musik, Bücher und Filme – in Deutschland natürlich nicht gehen, sag ich mal nichts)

XMPlay

Ausnahmsweise mal was für Windows-Benutzer. Eigentlich habe ich damit ja wenig am Hut, hatte allerdings irgendwann einmal folgende Herausforderung: iPod vergessen, also wollte ich von einem USB-Stick auf einem Windows-Rechner Musik hören, ohne etwas zu installieren.
Nach etwas Suche bin ich dann auf das superschlanke XMPlay gestoßen, dass neben dem reinen Abspielen auch noch rudimentäre Bibliotheksverwaltung mitbringt, sonst nicht viel mehr. Somit entspricht es meinen Anforderungen für solch eine Notsituation. Man muss nix installieren, nur das heruntergeladene zip-Paket auspacken.

In der Standardvariante sieht es ganz widerlich hässlich aus. Es kommt mir generell vor, dass die Entwickler von Musikplayern nicht die größten Designfans sind.

Als Abhilfe gibt es allerdings unzählige Skins, so auch der Fake-iTunes-Look auf dem Screenshot. Sieht dann aus wie iTunes, lässt sich allerdings gut benutzen. 😉

Für das kleine Musikhören zwischendurch ist XMPlay, mit angenehmerem Skin ausgestattet, sehr gut geeignet.

Apps der Woche: Retro Camera und WordPress

Euch sind hoffentlich die nicht immer sinnvollen Artikel aus der „Zug“-Kategorie hier aufgefallen. Diese waren nicht ausschließlich zum Selbstzweck gedacht: Ich habe ausprobiert, wie man mit dem Android-Telefon möglichst schnell und einfach unterhaltsame Fotos machen und nach WordPress, sprich nach Horst Working bloggen kann.
Als App-Kombination der Wahl habe ich Retro Camera und die WordPress-App genutzt.
Die unangefochtene Nummer ein bei Fotoeffektapps ist ja eigentlich Vignette. Allerding reizt mich Retro Camera wegen des Prinzips mehr. Es ist nicht nur eine Palette von verschiedenen Filtern, die man über normale Fotos legt, bei Retro Camera muss man sich festlegen. Ein einmal gemachtes Foto lässt sich nicht mehr mit einem anderen Filter versehen. Somit hat das Fotografieren mit der App etwas angenehm definitives.

Zur Wahl stehen fünf von echten alten Kameras inspirierte Filter. Für mehr Retrogefühl gibt es einen niedlichen Bildentwicklungsscreen und eine virtuelle Wäscheleine, auf der die fertigen Fotos hängen.
Wie so viele hat auch diese App ein Fremium-Modell: gratis werbeüberzogen oder werbefrei für 2,99 $.

Um die gemachten Bilder dann zu Horst Working zu packen kommt dann die WordPress-App dazu, die sich dankenswerterweise in das normale Android-share-Menü integriert. In der App tippt man Titel und Artikeltext dazu, sucht eine Kategorie aus und fertig. Fertig war das live blogging aus Zug und Straßenbahn.

Nebenbei kann man mit der WordPress-App auch die Kommentare verwalten, Artikel bearbeiten und so weiter und so fort. Es lassen sich mehrere WordPress Blogs damit verwalten. Und das ganze für gratis.

Wer jetzt Lust auf die beiden Apps bekommen hat, hier die Links zu Retro Camera und WordPress bei AppBrain.

Endlich mal was mit Apps

Früher, als das Internet noch in Cafés zu Hause war, hatten wir Programme auf den Rechnern. Die nannten wird auch Applikationen. Als dann das Internet zu uns nach Hause kam, wurde es uncool, den ganzen Kram auf dem eigenen Rechner zu haben. Wir wollten Webapplikationen, und alles im Internet speichern. Oder, in Deppensprache: In der Cloud. Jetzt ist uns aufgefallen, dass es eigentlich blöd ist, alles nur im Internet zu haben – viele haben das Internet nicht immer dabei. Deswegen wollen wir jetzt was, was aussieht, als wäre es im Internet, im Notfall (in der Deutschen Bahn oder in den minderbewohnten Teilen des Landes) ist aber alles auf dem Rechner. Außerdem ist es wichtig, dass wir das Wort „Apps“ benutzen.
Genau diese Wünsche möchte uns Google jetzt mit Chrome OS erfüllen. Wer nicht weiß, was das ist, kann sich dieses erklärende Video anschauen. Mit dem Chrome Betriebssystem gibt – wie sollte es anders sein – natürlich auch einen Appstore Webstore, in dem es Apps gibt. Diese funktionieren aber auch ganz ohne das Google Betriebssystem, im ganz normalen Chrome Browser geht das meiste genau so. Wenn man sich die jeweilige URL kopiert, sollte es oft auch in jedem anderen modernen Browser funktionieren.
Die meisten Sachen sind die gewohnten Google-Produkte, vom Rest habe ich mal drei Sachen rausgepickt, die mir erwähnenswert erscheinen. Klicken vergrößert die Bilder.

TweetDeck

Ist bislang der Überflieger der Chrome Apps – der beliebte Twitter-Client im Browser. Mit den gewohnten Spalten und so weiter… Ich bin selbst kein allzu großer Fan von TweetDeck, allerdings ist es schon wesentlich angenehmer, die Applikation im Browser zu haben, als sich alternativ Adobe Air installieren zu müssen. Wer also diesen Powertwittererclient nutzen möchte, ohne alle gefühlte 12 Minuten ein wichtiges Sicherheitsupdate für Adobe Air installieren zu müssen, ist hier richtig.

NewsSquares
Google Reader ist eine überzeugende Erfindung, allerdings nicht allzu attraktiv. NewsSquares ist eine alternative Darstellungsweise für den Google Reader, wie der Name schon sagt, mittels kleiner Kästchen. Jedes Kästchen ist ein Abbonement, man kann eigentlich alles, was man im Reader macht, auch hier: Mit Stern versehen, teilen, mailen und so weiter. Stolperstein bisher – großen Feedmengen klickt man sich tot, da man immer nur eine Quelle am Stück anschauen kann, nicht alle Artikel aus einem Ordner oder Label. Aber für das genüssliche Lesen einer überschaubaren Anzahl von Artikel ein netter Ansatz.

NYTimes

Bei Deutschen Zeitungen habe ich immer den Eindruck, sie würden versuchen, ihre Internetauftritte möglichst ähnlich zu jeder beliebigen Internetseite zu gestalten. Um sich dann zu beschweren, dass die Leute lieber bei Google News, als bei den hässlich zugeklatschten Zeitungsportalen zu lesen, bei denen man versuchen muss, einen gekürzten Artikel zwischen Werbung, Klickstecken und nochmal Werbung zu finden.
Einen ganz anderen Weg geht die New York Times. Schon auf dem Android-Handy mag ich die zugehörige App sehr, auch im Browser macht das ganz Spaß. Es wirkt, als würde man eine Zeitung durchblättern, nicht eine Internetseite anschauen. Alles ist klar strukturiert, übersichtlich und macht Spaß. Die Seite nytimes.com/chrome kann man auch ganz ohne App so nutzen.

App der Woche: Pocket Legends

Ich bin ja für gewöhnlich kein allzugroßer Fan von MMORPG’s, ich habe ja bereits davon berichtet. Allerdings entwickel ich gerade eine gewisse Abhängigkeit von Pocket Legends, einem, ich zitiere, MMMORP. Das Extra-M gibt es für mobile.
Das Spiel entspricht so ziemlich genau jedem Online-Rollenspiel – nur, dass man das Handy dafür benutzt. Und das geht überraschend gut, performance und Grafik passen. Eine einigermaßen ordentliche 3g-Verbindung reicht auch aus, sodass man auch außerhalb des heimischen WLANs Zombies im Wald jagen kann.

Das Spiel gibt es für Android und iPhone / iPad, es hat ein übliches Anfix-Geschäftsmodell. Die ersten zwei Level gibt es gratis, gegen Bezahlung wird die Welt größer und man kann sich Premium-Gegenstände im Spiel kaufen. Darauf kann ich gut verzichten, ich tobe mich dafür in den Gratis-Bereichen aus.

Bisher ist das das Android-Spiel, das für mich am meisten nach richtigem Spiel aussieht. Wer es auch ausprobieren will: Hier der Link zur Seit bei AppBrain.

App der Woche: NewsRob

An Desktop und Netbook lese ich meine Feeds mit dem Google Reader, am Handy hat der Google Reader allerdings zwei dicke Nachteile: Die Mobilansicht lässt sich echt bescheiden bedienen und man braucht Netz dazu. Und Netzabdeckung gibt es ja viel zu oft nicht – ja, ich schaue Dich an, Deutsche Bahn!

Nachdem ich vier Jahre lang keinen RSS-Client für Windows Mobile gefunden habe, der sich mit dem Google Reader synchronisiert, gibt es für Android ein unübersichtlich großes Angebot an passenden Apps. Ich bin gleich bei dem ersten, den ich ausprobiert habe, hängengeblieben.

NewsRob hat das übliche Freemium-Preismodell: Es gibt eine Gratisvariante mit Werbung und eine Bezahlvariante ohne, dafür mit ein Paar Features mehr. Mir reicht bisher die Umsonstversion vollkommen aus.

Die App funktioniert, wie man es sich vorstellt: Neue Einträge werden vom Google Reader geholt, man kann Artikel mit Sternchen markieren, im Reader mit anderen teilen, per Android-Share teilen, bei Bedarf im Browser angucken und so weiter. Alles geht sowohl im Hoch- wie im Quermodus. Man kann auch einstellen, dass er neue Einträge von sich aus nur holen soll, wenn man in einem WLAN ist, um das 3g-Kontingent zu schonen. Es lassen sich Notifications für einzelne Quellen einrichten, Labels und von anderen empfohlene Artikel werden synchronisiert.

Das alles macht mich so glücklich, dass ich gar keinen anderen Reader austesten mag. Wer meine Meinung nicht teilt, kommt in die Hölle kann bei Androinica einen Vergleichstest zwischen sieben Apps lesen.

Ich werde bei NewsRob bleiben und meine Zufriedenheit gegebenfalls mit dem Kauf der Bezahlversion ausdrücken…

Hier geht’s zu NewsRob bei AppBrain

Geotagging mit Android und Ubuntu

Ich bekenne mich gern zu meiner Vergesslichkeit. Bei vielen Fotos, die ich mal gemacht habe, frage ich mich, wo. Deswegen wär es doch ganz praktisch, wenn man den Mehrwert aus der Kombination Digitalfotos + Handy mit GPS nutzt.

Folgender Versuchsaufbau: Digitalkamera (ohne GPS), Androidhandy, Ubuntu-PC. Um die drei zusammenspielen zu lassen, habe ich mir zuerst die App My Tracks aus dem Market geschnappt. Die macht nicht viel, außer GPS-Koordination mitzuloggen. Mit angeschaltetem GPS geht man dann fotografieren, MyTracks passt auf, wo man wann ist. Dieses Log kann man unter anderem auch als .gpx-Datei exportieren und sich per Email schicken.

Um dann am Rechner die Bilder mit der MyTracks-Datei zusammenzubringen, nutze ich GPSCorrelate, für die sonderbaren Windows-Nutzer gibt es bestimmt etwas entsprechenden als Freeware. GPSCorrelate war der erste Treffer im Ubuntu Software Center zum Thema GPS, ist also bei den Standard-Repositories dabei. Die Software liest aus, wann ein Foto gemacht wurde und schaut dann in der GPS-Datei nach, wo man da war. Deswegen ist wichtig, dass Uhr bei Kamera und Handy richtig eingestellt sind.

Die Koordinaten werden dann in die Metadaten der Bilder geschrieben – et voilà: Geogetaggte Bilder. So weiß ich auch später noch, wo ich welches Bild gemacht habe.

Wem die Bildqualität egal ist, kann die Fotos natürlich gleich mit dem Handy machen – dann spart man sich den ganzen Quatsch…

App der Woche: AppBrain

AppBrain ist mehr als eine App. AppBrain ist so etwas wie eine Fassade mit Extrafunktionen vor dem Android Market, der ja schnell unübersichtlich werden kann.
Bei AppBrain kann man genauer suchen, kann schauen, welche Apps wie oft aus einem bestimmten Land geladen werden, für jede Kategorie die aktuellen Charts anschauen und so weiter. Es gibt auch eine Liste von persönlichen Empfehlungen, die allerdings für mich selten passend wirken.

Und wenn man dann auf der AppBrain-Seite etwas gefunden hat, was man unbedingt haben möchte, dann kommt das wirklich coole Feature zum Einsatz: Man klickt am Rechner auf „Installieren“ und wie durch Geisterhand wird die App auf dem Handy installiert. Wem das zu spooky ist, der kann sich auch den passenden QR-Code anzeigen lassen und sich so mit Handy und Barcode-Scanner auf die passende Market-Seite führen lassen.

Um diesen großen Zauber miterleben zu können, braucht es drei Schritte:

  1. Bei AppBrain ein Konto mit der eigenen Google ID anlegen
  2. Die entsprechende App auf dem Handy installieren
  3. Für den finalen Installier-Hokus-Pokus Fast Web Install auf dem Handy installieren

Bei mir sorgte das dafür, dass ich nur noch sehr selten den Original-Market benutze. Einzige Unannehmlichkeiten sind oft unpassenden Empfehlungen und die Tatsache, dass man manchmal eine App bei AppBrain findet, die es dann gar nicht im Market gibt.

So, als Belohnung für das bis zum Ende lesen dürft Ihr anschauen, welche Apps ich installiert habe.

Opera Mobile 10 Beta

Mit dem Opera Mobile 9.7 Beta war ich ja nicht so ganz zufrieden. Am meisten hat gestört, dass bei eingeschaltetem Turbomodus Downloads und Tabs nicht mehr genutzt werden können. Dieses Problem ist bei der letzten Variante des mobilen Browsers behoben – und nebenbei sieht die Oberfläche mal ganz anders aus.
Tatsächlich könnte man 9.7 und 10 für grundverschiedene Browser halten, so unterschiedlich sehen sie aus und lassen sich bedienen.
Die Nummer 10 übernimmt endlich die Schnellwahlseite von der der Desktopvariante, wenngleich es einige Seitenbesuche dauert, bis das richtige Vorschaubildchen zu sehen ist.
Beim Seitenaufbau verhält sich 10 Beta wie ein Opera: Es geht schön schnell. Einziges Problem bisher: Hin und wieder vergisst Opera, dass mein Handy im Netz ist und kann keine Seiten abrufen – während andere Programme fröhlich laden, sagt Opera 10: Es besteht keine Netzwerkverbindung. Ich werde noch probieren, ob das am Turbo liegt oder ein generelles Problem ist.

Und auch hier wieder mein bisheriger Eindruck:
+ Operaüblich schneller Seitenaufbau
+ Schnellwahl als Startseite
+ Sinnvolle Tabverwaltung
+ Turbomodus wirklich nutzbar

– Pseudoverbindungsabbrüche
– Weniger Konfigurationsmöglichkeiten – opera:config ist nur noch sehr klein…
– Langsam sind zu viele Browser auf meinem Hnady 😉

Sobald ich das Netzproblem gelöst habe, wird 10 Beta mein Alltagsbrowser. So!