Weltfussballer des Jahres

Huch was denn hier los? Schon wieder ein Artikel bei Horst 😀

Heute gebe ich mal meinen Vorschlag für den Weltfussballer des Jahres ab. Damit niemand dieses Jahr leiden muss und bis morgens um 4 mit mir auf nem Balkon sitzen und diskutieren muss 😀 (Achja Xirtam ich weiß, dass das Video auch schon ein paar Monde alt ist :-D. Ich bin halt nicht mehr der Jüngste und nicht mehr ganz up to date.)

 

London Tag 3 Teil 2

So noch schnell den letzten Schluck und dann ab zum Sitzplatz (Infomodus: Alle Stadion in den englischen Profiligen sind „All seaters“ also ausschließlich mit Sitzplätzen ausgestattet. Das ermöglicht den Vereinen, die Preise anzuheben und damit die Krawallfans elegant aus dem Stadion zu drängen. Das war eine der Konsequenzen aus den zahlreichen Hooliganübergriffen Ende der 80er). Erste Vermutung, wir ham n Platz im Familienblock. Neben mir 3 Kiddis mit Papa, vor uns 8 Kiddis mit 2 Vätern (Kindergeburtstag?), neben Nick ne asiatische Reisegruppe, hinter uns pubertierende Franken die sich ärgern, dass sie die von Papa bezahlte Spiegelreflexkamera nicht mitgenommen haben. Sehr komisches Fussballpublikum. Ein Blick in die Runde offenbart, dass ist hier in fast jedem Block so. Jetzt weiß ich auch, warum nur ein Ordner vor dem Block steht und der aussieht wie 85.

Das Spiel beginnt. Aber was machen die denn? Kaum ist der Ball ansatzweise über die Mittellinie werden alle nervös und stehen auf um ein Tor sehen zu wollen. Was meistens damit endet das natürlich nix passiert. Und die ersten „Torres Torres“ Rufe beginnen. Warum eigentlich?? Der Typ hat diese Saison in 34 Spielen 4 Tore geschossen und stand durchschnittlich ne Stunde auf dem Platz. Das sind keine Spitzenwerte für einen Stürmer. Aber egal. Kommen wir zum nächste Chelsea Spieler. Petr Cech. Wat is denn dat für n dünnes Gerippe? Wenn man den so live sieht, mag man bezweifeln, dass der sich im Strafraum durchsetzen kann.

Nach ner Viertelstunde liegt Chelsea mit 2:0 vorne (kein Torres Tor) und die Erkenntnis wächst, Herr Kaspar Schmeichel im Tor von Leicester, hat nicht ganz soviel Talent geerbt von seinem Vater. Halbzeit, Sturzbier weiter gehts. Und nun wirds nervig. 3:0 Torres (ich gebe zu, schönes Tor), das ganze Stadion feiert. Das ganze Stadion?? Nein zwei Eisernen bleiben sitzen und überlegen ob sie noch n Bier an der Expresskasse kriegen. Aus heiterem Himmel das 3:1. Liegt das an der englischen Luft, dass die Torhüter automatisch schlechter werden? dann 4:1 durch… ja ne is klar.Die ganze Zeit „Torres Torres“ als ob die Fans keinen anderen Spieler kennen. 4:2. 5:2 (jetzt macht der auch noch ne Vorlage). Ende. Alles geht brav geordnet aus dem Stadion. Unser Weg führte uns vom Stadion direkt zum „octoberfest“. Deutscher Pub, deutsches Bier, deutsche Bundesliga und deutsche Bardame aus Stuttgart. Hat die mich doch glatt sofort an meinem Akzent als Deutschen ausmachen können? Mist. Ich muss üben. Als wir gegen 20 Uhr den Rückweg zum Hotel antreten, ist kaum noch was zu merken von dem FA Cup Spiel. Und nach diversen Zwischenstops landen wir gegen halb eins im Bett und der Englandurlaub ist schon zu Ende. Schön wars. Wir kommen bestimmt wieder.

London Tag 3 Teil 1

Wenn wir schon keine Touristenattraktion bewusst mitnehmen aus London dann sollte doch wohl auf jeden Fall ein Full english Breakfast dabei sein. Gesagt getan und ab in das nächste Frühstücksdingens (das macht wirklich nachm Frühstück zu) und bestellt. Okay die Hälfte der Sachen die auf der Karte stehen konnte man mangels Englischkenntnisse und fehlendem Wörterbuch nicht erraten, aber wird schon passen. Ach ja und n Tee dazu. Milch? Nee lass gut sein Chef. Der Typ hinterm Tresen hatte aber auch ne Arschruhe weg. Aber egal wir ham ja Urlaub und versuchen uns mal mit englischen „Zeitungen“ (Sun und Mirror). Die Hälfte des Blattes war Fussball, 1/4 Royals und Celebs und der Rest Werbung 😀 Und da kam auch schon der Teller. Das Breakfast bestand aus Bohnen in irgendeiner Ketchupsauce, Kartoffelrösti, Pommes, ner komischen Tomate, einer naja sagen wir mal Bratwurst,  Speck und (bereits mit Butter bestrichenem) Toast. Also hat man seine 2500 Kalorien gleich zum Frühstück weg und kann sich auf das Bier konzentrieren.

Gestärkt ging es wieder per pedes Richtung Stamford Bridge. Diesmal nicht an der Themse lang, dafür n bißchen schneller und man mag es kaum glauben, bei Sonnenschein. In der Nähe des Stadions angekommen, wollten wir nicht gleich ins erste Pub rein sondern erst noch weiter zum Stadion. Großer Fehler. In unmittelbarer Nähe zum Stadion steht vor jedem Pub Security mit dem Hinweis „for Home Supporters only“. Aber wie beweise ich denen das ich wenn überhaupt doch eher Chelsea supporte? Mal davon abgesehen das ich die einfach nicht verstehe?? Und warum sind 2 Stunden vor dem Spiel schon soviele Massen auf dem Weg zum Stadion? Es soll wohl auch 2-3 Pubs geben die die Gästefans aufnehmen, aber die waren natürlich geschlossen, so dass wir nach längerem Suchen in nem Restaurant mit den Leicester Fans gelandet sind. Die Restaurantbesucher waren sichtlich erstaunt.

Im Stadion ähnliches Bild wie bei Millwall. Erstmal gibs ne große Halle, in der noch Bier und Futter vernichtet werden kann. Übrigens gab es weder in Millwall noch bei Chelsea Personenkontrollen mit abtasten und so. Dafür gabs bei Chelsea Bier mit Kohlensäure (Singha Bier) am Expressstand. Hier wurde auch erstmals der Unterschied der Fan“kulturen“ sichtbar. Bei Chelsea sind bestimmt 90% Eventfans und man stelle sich unsere Gesichter vor als uns ein (dicker) Chelsea Fan (ausgestattet mit allem was der Fanshop hergibt) fragt, wo denn hier im Stadion die Klos sind (mal davon abgesehen, dass er genau aus der Richtung kam).

 

Chelsea Football Club

Muss man zu Chelsea tatsächlich noch was sagen? Spätestens seit Abramowitsch und dem anschließendem Spieler und Trainerkaufrausch ist wohl selbst für Nicht-Fussballfans, der Name ein Begriff. Deswegen gibts einfach nur einen Link auf eine nicht ganz so ernstgemeinte Vorstellung vom FC Chelsea (leider nicht ganz aktuell). Und eine Verbindung zum 1.FC Wundervoll gibts natürlich auch, ein gewisser Herr Robert Huth ist im Jahre 2001 von Berlin nach London gezogen um bei Chelsea zu spielen.

Das Stadion

Stamford Bridge wurde 1877 erbaut und 2001 zum letzten Mal umgebaut. Mittlerweile passen 41.837 Zuschauer rein und die sind auch fast immer da außer es ist ein langweiliges FA, League Cup oder Champions League Spiel. Interessanterweise ist das Stadion an seine Grenzen angekommen und kann auch nicht mehr weiter ausgebaut werden. Na der Roman findet schon noch n Fleckchen für sein 200.000er Stadion

Der Gegner

Es geht im FA-Cup gegen Leicester City (wie spricht man das eigentlich richtig aus?? Leikester oder Lester oder ganz anders??). Leicester spielt derzeit in der 2.Liga eine eher (sportlich) unauffällige Runde. Angepeilt war von dem Besitzer (Überraschung ein Multimillionär) eigentlich der Aufstieg. Dafür wurden rund 13 Mio. Pfund für Spielerverstärkungen bereitgestellt, so dass der Großteil der Mannschaft neu gekauft wurde. Der bekannteste ist wohl Kaspar Schmeichel der Sohn von Torhüter-Legende Peter Schmeichel. Außerdem spielt im Sturm noch ein Deutsch-Ghanaer mit Namen Jeffrey Schlupp. Dieser ist aber in England aufgewachsen (in Hamburg geboren und dadurch für die deutsche, ghanaische und englische Nationalmannschaft spielberechtigt. In der deutschen U19 hat er es immerhin zu einer Einladung geschafft, in der ghanaischen A sogar zu einem Freundschaftssspiel.

Die Bilanz

Bei 17 Spielen gab es 10 Siege für Chelsea und 3 für Leicester. Und alles andere als ein Sieg der Blues wäre mehr als eine Überraschung.