Der Androide und ich Part Two

Jaja der Horst hat es dem Hasen gleichgetan und sich auch das HTC Desire besorgt. Aber bevor ich irgendwas zu dem Handy schreibe, kommt erstmal die unendliche Geschichte Hermes , O2 und ich.

Vor ungefähr 6 Wochen hab ich den ersten Versuch gestartet das Desire zu erhalten. In den O2 Shops war jede Anfrage vergeblich, also im Internet bestellt. Die Bestellung wurde auch zügig bearbeitet. Nach drei Tagen hatte ich schon die Information, dass mein Handy unterwegs ist (inklusive Link zur Paketverfolgung bei Hermes). Nach zwei Tagen hatte ich dann den Zettel drin, dass Hermes mich nicht erreicht hat. Okay bei Hermes angerufen. „Natürlich ist es kein Problem das Paket an den Paketshop zu schicken“. Paketshop ausgewählt und gefreut.

Nächster Tag (laut Hermes ist das Paket in der Zustellung), ab zum Shop und nachgefragt. Kein Paket. Nächster Anruf bei Hermes. Ja der Fahrer ist bestimmt noch unterwegs, ich soll doch nächsten Tag nachfragen.

Nächster Tag (Paket ist wieder in der Zustellung) ,ab zum Shop und nachgefragt. Kein Paket. Anruf bei Hermes. Die Identifikation ist fehlgeschlagen, dass Handy zurück zur Hauptstelle und wird am nächsten Tag ausgeliefert. Was es dann auch nicht wurde. Mittlerweile stand auch im Internet, dass die Identifikation fehlgeschlagen ist und das Handy zurück an O2 geht. Next Call bei Hermes. „Bitte rufen Sie beim Versender an, die können da was machen.“ O2 konnte natürlich nix machen. Also Handy weg. Zwei Tage später Anruf von O2 ob sie das Handy nochmal rausschicken sollen. Nee das war mir zuviel.

2.Akt

Einen Tag später kommt die email, dass das Handy wieder auf dem Weg is. War mir egal. Ich bin ja eh net da wenn Hermes kommt. Nach einer Woche hab ich mal wieder auf die Paketverfolgung geguckt. Und jetzt stand da, wir haben ihre Adresse nicht gefunden, bitte helfen Sie uns Sie zu finden. Ha da lach ich ja.

Per Zufall hab ich es dann doch endlich in einem Shop bekommen und jetzt kommt die erste Einschätzung:

Ich liebe es.

Der Androide und ich

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich vom bösen Microsoft zur Datenkrake Google wechseln möchte, das ist jetzt geschehen. Mein neues Handy ist ein HTC Desire, der Horst wird mir das nachmachen.
In vier Jahren Windows mobile konnte ich kaum Fortschritt feststellen. Einzig die daraufgepappte HTC-Oberfläche sorgte dafür, dass sich WM 6 besser anfühlte als WM 5.
Und auch beim Desire findet man eine ähnliche, sonderbar vertraute Oberfläche wieder. Die Uhr sieht gleich aus, das Wetterwidget auch. Daher wirkte das Desire nach dem Anschalten gar nicht sooo revolutionär im Vergleich zu meinem alten HTC Diamond. Ungewohnt ist natürlich das deutlich größere Display – als Einhandbediener tut nach einer Weile die Daumenwurzel weh, weil der Weg zur anderen Displayseite dann doch sehr lang ist. Aber nach einiger Eingewöhnungszeit entwickelt man wohl entweder einen längeren Daumen oder eine kräftige Daumenwurzel – es tut jedenfalls nicht mehr weh.

Am Anfang natürlich gab es die Standardaktionen – viel zu viele Apps runterladen, die sieben (Sieben!) Homescreens mit glänzenden Widgets bevölkern, schauen, wie lange der Akku bei normalem Gebrauch durchhält. Das sind bei mir übrigens um die 15 Stunden, man kommt also gut über einen Tag mit einer Ladung – das klappte bei meinem Diamond damals leider nicht.

Nach drei Wochen mit dem Desire haben wir uns gut aneinander gewöhnt, es funktioniert einfach vor sich hin. Sogar der mp3-player reicht aus, um mal die Wartezeit auf die Straßenbahn zu überbrücken. Leider ist allerdings bei 32 GB Speicher Schluss, allzuviel Musik und Videos passen da nicht in die Tasche. Dafür kann man den Rest der Zeit ja mit tausenden sinnvoller und -loser Apps verbringen, zu denen ich in der nächsten Zeit versuche, hier was zu schreiben.

Das für mich hervorstechendste ist die nahtlose Google-Integration. Da ich schon vorher all meine Daten bereitswillig bei Google abgegeben habe, macht Android für mich richtig Sinn. Egal ob Mails und Kontakte in Gmail, Fotos in Picasa, Termine im Kalender – alles quasi automatisch auf dem Handy. Mit Grausen erinnere ich mich zurück, dass man mal Handys per Kabel an einen Computer anschließen musste, um Daten zu synchronisieren.

Leider heißt es für mich Warten auf Froyo, mein Gerät ist o2-gebrandet und muss wohl noch eine Weile auf das Android-Update warten…