Derbytime zu Ostern

Am vergangenen Samstag gab es das erste Playoff Heimspiel zwischen den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies in der Halbfinalrunde zum Aufstieg in die zweite Eishockeyliga.  Und da der Horst in letzter Zeit gefallen an den Heimspielen der Löwen Frankfurt gefunden  hat, wurde die Gelegenheit gleich mal genutzt um sich warm zu machen für das Unionspiel am Ostersonntag im Bornheimer Hang.

Das Derby der alten DEL-Konkurenten war erwartungsgemäß ausverkauft. Aufgrund der knappen Niederlage 2 Tage vorher im ersten Spiel in Kassel waren die Löwen hochmotiviert. Nach 5 Minuten klingelte es auch schon im Kasseler Tor.  Wenige Sekunden später wieder ein Torwartfehler des Huskie Schlussmanns und die Löwen führten 2:0. So wollten die Fans das sehen. Die Stimmung war super und die Mannschaft wurde weiter nach vorne gepeitscht. Das 3:0 wollte aber nicht fallen. Stattdessen markierten die Huskies den Anschlusstreffer.

Das 2. Drittel war geprägt von einem absolut unsouveränen Schiedsrichter. Dementsprechend gab es zahlreiche Nickligkeiten und (teilweise nicht nachvollziehbare) Strafminuten. Zweimal nutzten die Huskies ein 5-3 Überzahl für das 2:2 bzw. 2:3 aus Sicht der Löwen. Die Stimmung drohte zu kippen und es war mehr ein Kampf als ein Spiel. Der Kampf der Löwen wurden bei einer 4-3 Überzahl mit dem 3:3 Ausgleich belohnt.

Im 3.Drittel ging es dann wieder mehr um Eishockey mit dem glücklicheren Ende für die Löwen, die ihre 4:3 Führung bis zum Ende wacker verteidigten.

Am heutigen Ostermontag gehts zum 3. Spiel nach Kassel.

Die Löwen werden mich jetzt bestimmt öfter sehen.

Idee für die Bereicherung des Alltags

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Morgens am ICE-Bahnhof Frankfurt Flughafen warten, bis ein Zug mit hohem Anteil an reiseunerfahrenen Urlaubern mit Riesenkoffern ankommt. Auf dem Bahnsteig vor die Zugtür stellen und die Aussteigenden mit einem freundlichen „Willkommen in Hamburg!“ begrüßen. Die sichtbare Panik ist unbezahlbar.

P.S. Das Bild hat nichts damit zu tun, ich mag nur Nur-Text-Artikel nicht.

Warhol: Headlines

Im lokalen Museum für moderne Kunst gibt es gerade eine Ausstellung zum Thema Andy Warhol und die Massenmedien. Das ganze ist natürlich im Vorfeld hoch gelobt und als Kollaboration von vier Museen nur sehr eingeschränkt zu beschauen. Als Thema musste mal nicht Pop Art im allgemeinen herhalten, sondern ganz speziell die Auseinandersetzung von Herrn Warhol mit den Medien, vor allem – wie der Name schon vermuten lässt, mit Zeitungsschlagzeilen.

Die Exponate beginnen angenehm unkommentiert, mit der Zeit kommt allerdings etwas Erklärbär in Form von hilfreichen Hinweistexten dazu. Das ist nichts, was ich schätze, Kunst sollte funktionieren, ohne dass mir jemand erklärt, was das alles bedeuten mag. Im Falle der Warhol-Ausstellung ist es aber in einem OKen Ausmaß und gar nicht so schlimm.
Während des Gangs durch das MMK hatte ich den Eindruck einer wirklich ausführlichen – aber in keinster Weise dramatischen Ausstellung. Die Abfolge der Exponate und Raumeinteilung strahlte keine stilistische Evolution oder persönliche Entwicklung für mich aus. Vielmehr wirkte es, als hätte man alle Werke zum Thema zusammengefunden und chronologisch in Reihe gestellt, wie es gerade passte.

Das allerdings ist auch schon sehr beeindruckend, denn ich glaube ein Großteil der Ausgestellten Stücke entstammt privaten Sammlungen.
Ein besonderes Stück Dramaturgie, was ich mir gewünscht hätte, ist die Zeitung, die mit dem Tod Warhols titelt. Diese hängt recht unauffällig in einem Verbindungsgang zwischen zwei Räumen und hätte doch die Pointe der Ausstellung sein können. Oder vielleicht ja gerade nicht.
Mich ereilte mal wieder etwas, was mir bei jeder Warhol Bio oder jeder Ausstellung so geht – Andy Warhol hat ungefähr eine Fantastillion Fotos gemacht, die er teilweise dann weiterverarbeitet hat. Und alle Fotos, die ich bisher sah, gefielen mir richtig gut. Warum macht nicht jemand eine Ausstellung zu dieses Fotos – ganz ohne Pop Art, factory und Überarbeitungen?

Zum Abschluss gibt es noch den etwas kulturigen Minifilm zur Ausstellung.