Downton Abbey

Downton Abbey sollte mir eigentlich gar nicht gefallen. Ein britisches, historisches Gesellschaftsdrama, dass fast theaterstückartig mit einem Ensemble auf relativ kleinem Raum spielt. Aber irgendwie hat es mich nach wenigen Folgen echt gepackt, irritierenderweise bin ich gespannt, wie das Ganze weitergeht.

Das Setting ist schnell erklärt. England, Anfang des 20. Jahrhunderts. Downton Abbey ist der Stammsitz einer aristokratischen Familie. Durch den Untergang eines eines unsinkbaren Schiffes verliert die Familie die bislang angenommenen Erben des Jackpots und muss mit den mittelständigem Nächsten in der Erbfolge vorlieb nehmen.

So langweilig dass auch klingt, die Serie lebt für mich von dem ständigen, mir weitgehend unbekannten Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Schichten der Stammsitzbewohner und des Personals. Ebenso wie es eine unsichtbare Rangliste unter den adeligen Abkömmlingen gibt, haben auch die (vielen!) Hausbeschäftigten eine feste Hackordnung.
Die feinen Unterschiede drücken sich in Sprache, Kleidung und völlig unsinnigem aber selbstverständlichem Verhalten aus.

Ich bin mir sicher, dass sich der Reiz recht schnell erschöpft, aber für ein paar Folgen kompletter Andersartigkeit zu den gewohnten US-Serien macht Downton Abbey schon Spaß.
Wie immer, allerdings bei dieser Serie besonders sinnvoll: Im Original gucken. Sprache, Dialekte, Akzente sind tatsächlich entscheidend für die Serie.

Retro Roundup: 1979

So, mal was Neues – ich schreib über was Altes. Für’s erste hab ich mir vollkommen zufällig das Jahr 1979 herausgepickt. Statt der minireviews aktueller Sachen gibt es hier etwas zu den Sachen, die in einem bestimmten Jahr herausgekommen sind, bei den horst-workingigen Themen Musik, Film, Buch. Wer etwas zu Politik und Nachrichten des Jahres will sollte sich den gefühlt jede zweite Woche auf Phoenix laufenden 100 Jahre – Der Countdown anschauen.
Im Falle von 1979 lassen sich die großen, nachrichtenbildenden Ereignisse ohnehin zu einem Wort zusammenfassen: Iran. Wen das jetzt verwirrt – wie gesagt

In Sachen Populärmusik starben die Disco-70er endlich aus, Michael Jackson veröffentlichte sein erstes Soloalbum und Punk war poppig – oder Pop war punkig. Die nahenden 80er kündigten sich mit frühen New Wave-Sachen an, insgesamt wirkt das Jahr ganz erinneringswürdig.
Leider kann ich meinen Favoriten nicht in das mp3-widget nebenan packen, weil es das Album bei Amazon nicht zum download gibt: 1979 veröffentlichte Frank Zappa (neben erstaunlich vielen anderen Alben) Sheik Yerbouti, das neben einem verwirrenden Titel auch den evergreen Bobby Brown Goes Down enthält. Für den Rest hier mein 1979 sampler im widget, inklusive des supernervigen Ring My Bell, stellvertretend für die schlimme Discozeit.

Widget geht nicht? Hier ist die unattraktive Liste.

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