Poetry spam: Gucci bandana scarf

Hier in den Fabrikhallen von Horst Working kommen ungefähr eine Fantastillion Spam-Kommentare pro Sekunde an. Die meisten sind ziemlich öde, aber ich möchte eine Perle grenzdadaistischer Poesie mit Euch teilen:

I really enjoy our gucci bandana scarf, nice and way. I take all of these books cold months. You need to fully understand as soon as you purchase them to get a new sizing less space-consuming than you mostly take, actually they’re going to be too large.

Habemus victor!*

Es ist geschehen! Dieses plüschig-familiäre Plätzchen hat eintausend Kommentare gesammelt. Der Kommentar Nummer 1000 ist:

hmm.. im urlaub fussi spielen und danach duschen gehn.. ja ok, passt.. is genehmigt!

Somit ist der Gewinner der Horst-Working-Rarität der Maddin, und zwar der Maddin mit dem Motorrad, um genau zu sein.

Die Autogrammkarte wird gerade in Südostasien von unseren Kinderarbeiterinnen zurechtgeklöppelt und in Kürze an den Sieger übergeben.

* Falls sich gewundert wird was der Titel soll, in meinem Montagmorgenhirn heißt das „Wir haben einen Sieger“ auf Latein. Ich ließe mich ausschließlich von einem Latein-Muttersprachler überzeugen, dass ich damit falsch liege.

Das Horst-Working-1000-Gewinnspiel! Mit Preis!

Wir haben im Moment satt über 900 Kommentare gesamt in diesem charmanten mittelständischen Blog gesammelt. Vielen Dank schon mal dafür!

Um ein noch größeres – und wirklich unbezahlbares – Dankeschön exemplarisch einen einen Kommentator zu geben, starten wir jetzt unser erstes Gewinnspiel.

Die Regeln sind einfach erklärt: Wer den eintausendsten (in Zahlen: 1000.) Kommentar schreibt, gewinnt

eine echte Horst und Hase-Autogrammkarte!

Wir behalten uns natürlich vor, reine Spamkommentare zu löschen, falls ersichtlich ist, dass Ihr nur für das Autogrammkartenunikat schreibt! 😉

Dann mal viel Glück!

Google Currents

Es gibt schätzungsweise drei Fantastilliarden Googleprdukte, eins davon – Google Currents – kam jetzt gerade für Deutschland raus.
Um zu beschreiben, was das ist, starte ich mal mit zwei Theorien.

  1. Immer mehr Content wird mit mobilen Geräten konsumiert
  2. Bald gibt es keinen Rentner ohne Android oder iPhone, keine Hausfrau ohen iPad oder Tab, dafür aber jede Menge Leute, die Computer nur von der Arbeit, nicht aber von Ihrem privaten Umfeld kennen.

  3. Contentersteller veröffentlichen ihre Sachen auf immer mehr Plattformen
  4. Man schreibt in einem Blog, twittert und postet auf Google+, hat einen tumblr, veröffentlicht Fotos bei flickr, andere Fotos bei Picasa, Videos auf youtube und vimeo, und irgendwelche Leute scheinen ja auch dieses Facebok für etwas anderes als schlechte Spiele und cyber stalking zu nutzen.

Diese beiden Ideen scheinen Google durch den Kopf gegangen zu sein, und die Google-Antwort ist eben Currents. Für die Nichmöger der englischen Sprache, currents sind Ströme, wie in Flüsse.
In Google Currents baut der geneigte Ersteller eben eine Edition seiner Contentströme zusammen, die er dem Konsumenten dann zur Verfügung stellt. Dieser hat eine App, mit der er verschiedene Editionen abonnieren kann, um all den Content aufbereitet für ihr Gerät nutzen zu können.

Zunächst dachte ich, dass dass nur so was wie der Pulse Reader ist, ein weiterer hübscher Feedreader. Denn beim ausprobieren der App schien mir das logisch zu sein, ich importierte einfach ein paar Abos aus meinem Google Reader.

Als ich dann anfing, selbst eine Edition für Horst Working zu machen, dämmerte mir, dass die Grundidee doch eine nicht ganz schlechte ist. Denn neben dem Zusammenkleben von verschiedenen RSS-Feeds kann man noch jede Menge mehr machen.
So zum Beispiel hat das ganze eine Rechteverwaltung. Lesergruppe 1 kann die Fotos im Segment “dickpics” sehen, der Rest nicht.
Außerdem kann man für jedes Zielgerät bestimmen, in welcher Form und in welchem Layout die einzelnen Elemente angezeigt werden. Einfache Liste auf iPhone, hübsche Seite auf iPad.

Und beim darüber nachdenken fallen dann tatsächlich viele Quellen ein, die man zusammenkleben kann. Ich habe jetzt für Horst Working den unvermeidlichen Artikelfeed genommen, den Kommentarfeed, meinen Flickrstream.

Google hat natürlich das positive Resultat, dass so selbst Content, der vorher gar nichts mit ihnen zu tun hatte, jetzt via Google verteilt wird.

Insgesamt halte ich Currents für eine ganz gute – wenn auch noch zu frische – Idee. Es ist echt angenehm, eine extra dafür erstellte Edition am Tab zu lesen, viel komfortabler, als zuerst in einem Feedreader zu schauen, dann die Google+-App zu starten, um danach bei youtube die Abos durchzugehen, bevor man in flickr… und so weiter. Currents versucht, Content nach Personen zu bündeln, nicht nach Diensten. Es ist, als ob man eine von einer Person erstellte Zeitungsausgabe liest.

Ein paar Sachen finde ich noch störend. Aus Contentproduzentensicht nervt, dass Google (natürlich) die eigenen Kinder lieber hat, als die anderen. So ist es viel komfortabler, einen Google+ stream einzubinden als Twitter. Gleiches mit Youtube statt vimeo und so weiter. Einzig flickr scheint selbst für Google mindestens genau so akzeptabel wie Picasa zu sein.

Aus Konsumentensicht natürlich zunächst die größte Sorge – wer wird sich schon den Aufwand machen, Editionen zu erstellen? Setzt sich das durch? Denn nur, um normale RSS feeds zu lesen, lohnt sich das nicht.
Und klar zielt es auf den mobilen Markt, aber ich hätte schon gern eine Chrome App, um Sachen auch mal am Laptop und nicht nur auf Tab/Telefon lesen zu können.

Zum Abschluss werfe ich mit Links um mich:

Wenn Ihr gerade mit Eurem iGerät lest, hier ist der Link zum Store. Oder scannt diesen QR code:

qrcode

Und jetzt für Android, hier der Link, hier der code.:

qrcode

Und wenn Ihr die App installiert habt und gerade mit dem jeweiligen Gerät lest – hier könnt ihr die Horst Working Edition abonnieren: https://www.google.com/producer/editions/CAowjdHeAQ/horst_working