TV Tipp: „Ewige Helden“

So hier dann auch mal ein seichtes Thema, das gute alte Fernsehen. Frau Horst und ich gucken seit einiger Zeit „Ewige Helden“ auf VOX. Am Anfang war es eher so „Mal schauen wie die sich zum Affen machen“. Aber mittlerweile gucken wir die Sendung sehr gern.

Worum geht es? 10 ehemalige Sportstars (Welt-, Europameister, Olympiasieger, Sportler des Jahres) verbringen eine nette gemeinsame Zeit in einer Finca in Andalusien. Das ist natürlich noch nicht alles. Wäre auch echt langweilig. Nein, Sie treten in jeder Folge in 3 Disziplinen zu einem Thema (Ausdauer, Durchhaltevermögen, Teamgeist, Strategie etc.) an. Die Disziplinen gehen von „Steintürmchen bauen“ über „Tauchen“ bis hin zu „Nagel einschlagen“. Die Sportler kriegen jeweils Punkte und am Ende des Tages müssen die Beiden mit den wenigsten Punkten zu einem Nightgame. Dabei wird versucht eine Glaskugel im Feld des Gegners so unterzubringen, dass sie kaputtgeht. Der Verlierer verlässt die Show.

Wer sind die Sportler?

Einziges Manko aus meiner Sicht ist, die Spezialisierung auf Einzelsportler. Der einzige Teamplayer der dabei ist/war, ist/war Thomas „Icke“ Häßler. Allerdings musste der kleine Mann gleich als erstes gehen. Wahrscheinlich hätte er sonst das Training zu Let’s Dance nicht geschafft. Ansonsten ist die Leichtathletik stark vertreten mit Frank Busemann (10 Kämpfer), Danny Ecker (Stabhochsprung), Heike Drechsler (Weitsprung), Lars Riedel (Diskuswurf). Dazu kommen der Traithlet Faris al-Sultan und die Snowboarderin Nicola Thost. Die zweite Wintersportlerin ist Biathletin Uschi Disl. Aus dem Schwimmbecken ist noch Britta Steffen dabei. Und der Haudrauf darf mit Markus Beyer auch nicht fehlen. Zumindest meine Generation und älter dürfte mindestens einen der 10 kennen.

Die Show?

Tatsächlich ist die Sendung so schön schlicht. Es gibt keine Zickereien. Wie Frau Horst aufgefallen ist, laufen die fast alle immer ungeschminkt rum und unterstützen sich gegenseitig. Mal abgesehen von der Thost, die den Sinn eines Wettkampfes teilweise nicht verstanden hat. In jeder Sendung wird dann natürlich auch noch die sportliche Geschichte von 2 Protagonisten erzählt. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass es bei jedem Tiefschläge gab, die aber symphatischerweise auch bei den Anderen zu Tränen führen.

Fazit:

Ich finde die Show sehr erfrischend vor allem wegen den symphatischen Sportlern (Nr.1 Herr Busemann), die zeigen, dass sie nur normale Menschen sind. Seichte angenehmens Abendfernsehen. Okay perfekt ist die Sendung natürlich nicht. Um den wirklich besten der Ewigen Helden rauszufinden, hätte man auf das Rausschmeißen verzichten sollen. Mal abgesehen davon, dass das Nightgame nicht nur langweilig sondern auch saugefährlich ist. Auch die Regel einzelner Spiele sind teilweise unglücklich gewählt. Genauso wie übrigens auch Frau Moschner als Moderatorin. Da bitte für die zweite Staffel (sofern es denn aufgrund der mangelnden Zuschauer eine gibt)  nachbessern

Storage Wars

Hach schön, auch im Amiland fröhnt Familie ihrer Vorliebe für Trash-TV ( ja ja Honeymoon schon klar, aber irgendwann braucht Ursl halt mal ne Pause). Die Wahl ist auf Storage Wars gefallen.
Der Inhalt ist schnell erzählt. Im Amiland dürfen Lagerräume (sehen aus wie Garagen) verkauft werden, wenn der Besitzer 2 Monate die Miete nicht bezahlt hat. Also gekauft wird „nur“ der Inhalt.
Es gibt 4-5 Hauptdarsteller die erst den Inhalt, soweit zu sehen ist, begutachten und dann versuchen die anschließenden Auktion möglichst günstig zu gewinnen. Danach wird dan gegenübergestellt, wieviel bezahlt wurde und was das Zeug wirklich wert ist.
Sehr spassig und das nicht nur wegen dem verrückten Auktionär sondern auch wegen dem „Müll“ in den Lagerräumen. ( wer hat schon 250 Whiteboards in nem Lagerraum)

Geschaute Herbstserien, Teil I

Zeit für einen Zwischenstand zu all den Serien, die ich mir vorgenommen hatte. Sieben von 25 sind erstbeguckt…

666 Park Avenue (ABC)
(Pilot gesehen)
Die Serie sieht nicht sonderlich gut aus, die Hauptdarsteller sind unangenehm farblos, die soften Gruselmomente wirken fremdartig ausgesetzt, die Kameraeinstellungen sind zu gewollt cinematisch. Wird nicht weitergeguckt, obwohl es nicht richtig übel ist.

Animal Practice (NBC)
(Pilot gesehen)
Die schlimmsten 22 Minuten des Fernsehherbsts. Ganz ganz ganz schlimm. Wirklich.

Ben and Kate (Fox)
(Pilot gesehen)
War ganz OK. Nicht, was worauf ich mich jede Woche freuen würde, aber falls man 20 Minuten rumbringen möchte und sonst nix findet, ganz passabel.

Go On (NBC)
(Drei oder vier Folgen gesehen)
Bisher mein Favorit des Herbsts, nach dem etwas abgedroschen-bemüten Piloten wird die Serie sehr angenehm zu schauen, die Darsteller haben ein gutes Maß an Schrulligkeit, um weder in die Langeweile noch ins Nerven abzufallen.

Guys With Kids (NBC)
(Zwei Folgen gesehen)
Ist nicht ganz so schlimm, wie ich annahm. Tatsächlich sind ein paar Dialoge ganz witzig – allerdings spielt das so gut wie keine Rolle, da diese in einer schlimm stereotypen SitCom stecken, die an Uninspiriertheit kaum zu übertreffen ist.

The New Normal (NBC)
(Drei Folgen gesehen)
Plus: Zeigt für einen großen Sender und eine prime timige Serie endlich unverkrampft eine homesexuelle Beziehung. Minus: DIe Serie ist schrecklich klischeeig und jede Folge teilt mit lehrerhafter Attitüde mit, was man denn diese Woche gelernt hat.

Revolution (NBC)
(Zwei Folgen gesehen)
Hunger Games meets Flash Forward meets Game of Thrones meets Lord of the RIngs meets Fallout meets was auch immer gerade gut geht. Die Serie stiehlt sich schonungslos die eigene Identität zusammen, ist aber unterm Strich anschaubar. Vollkommen unpassend finde ich die offenbar obligatorischen choreografierten Kampfszenen, die der dem eigentlich sehr weiten Handlungsbogen etwas sehr prozedurales verleihen.

Herbstzeit, Fernsehserienzeit

Alle Jahre wieder startet im Herbst die US-Seriensaison. Ich habe mir mal angeschaut, was dieses Mal an neuen Serien dabei ist, grob rausgesiebt, wovon mir schon beim Lesen der Beschreibung schlecht wurde und den Rest in eine Liste gepackt. Und hier sind die 25 Serien, von denen ich zumindest versuchen werde, den Piloten zu sehen – und da sind schon jede Menge Sachen dabei, die echt schlimm aussehen… Aber für die Wissenschaft gehe ich auch dahin, wo’s wehtut.

666 Park Avenue (ABC)
Jemand hat Devil’s Advocat geschaut und gedacht, ach, eine schöne Wohnung, die man in NYC vom Teufel bekommt, da sollte man mal eine Serie draus machen. Sieht ziemlich übel aus, aber versuchen kann man es ja mal. Nur am Rande, seit Reaper finde ich, dass Satan immer von Ray Wise gespielt werden sollte. Und auch, dass Ray Wise ausschließlich in diese Rolle besetzt werden sollte.

Animal Practice (NBC)

Das sieht nach nem Flop aus, aber es enthält Justin Kirk aus Weeds als die Veterinärvariante von House. Und eine Suizidkatze. Ich freu mich drauf!

Arrow (CW)

Das hat das Potential zum Superfremdschämen! Eine verschwundener Milliardär wird zum ernsthaft maskierten Rächer mit Pfeil und Bogen. Hach das wird wehtun!

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Serien 11/12

Ich mag es sehr, neue Serien “auszuprobieren”. Bei den seit Herbst im US-Fernsehen gestarteten habe ich einige angetestet. Das reichte vom nur-den-Pilot-schauen bis zu ganzen Staffeln. Meine Eindrücke:

Awake
Kam als mid season replacement etwas später, hier meine Piloterfahrungen. Obwohl die Serie echt eine gute Grundidee und Ausführung hat, fehlt mir nacht drei Folgen die Motivation, weiterzuschauen. Schade eigentlich.

Noch konnte ich nichts zu einer Deutschlandausstrahlung finden.

Bent
Bäääh. Ganz langweilige rom com, da wirkte schon die Pilotfolge abgestanden. Ein chaotischer Handwerker fängt an, das Haus einer kontrollierten soccer mom umzubauen. Und sie hassen sich natürlich, weil sie ja ach so unterschiedlich sind. Man kann echt total gespannt sein, wie diese Story weitergeht. Gähn.

Eventuell bleibt Deutschland davon verschont, noch keine Infos zur Ausstrahlung hier gefunden.

Charlie’s Angels
Noch hirnloser als der zweite Film. Dafür nicht so gut produziert. War zu recht ein Riesenflop, der nach ein paar Folgen abgesetzt wurde.

Aber diese paar Folgen wird in Deutschland bei AXM im pay tv ab 17.05.2012 ausgestrahlt.

Bevor ich die ganze Startseite zuschreibe, mehr gibt’s nach dem Klick…

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Don’t Trust the Bitch in Appartment 23

Und mal wieder ist es Zeit für eine Pilotfolgenbesprechung… Diesmal nicht das übliche 40-Minuten-Drama, sondern eine 20-Minuten-Sitcom.
Die beschriebene bitch in appartment 23 ist die ünermüdliche Seriennebenrollendarstellerin Krystin Ritter, die es sich in der Serie zur Gewohnheit gemacht hat, WG-Mitbewohner in ihre Wohnung zu lassen, um sie dann so zu in den Wahnsinn zu treiben, dass die Mitbewohner aufgeben und eine wichtige Lektion über Vertrauen lernen.
Das passiert auch mit dem zuziehenden Landei, und den Piloten über darf man sich daran erfreuen, mit welchen skurrilen Methoden die Mietervertreibung durchgeführt wird.
Apropos skurril: Bis auf die langweilige zugezogene Hauptheldin sind alle Charaktere der Serie etwas sonderbar. Und der König von sonderbar ist “Dawson” *kreisch* James van der Beek, der sich selbst darstellt. Und das ist überraschend angenehm und sehr lustig.

Insgesamt waren die 20 initialen Minuten sehr unterhaltsam, allerdings befürchte ich, dass der Inhalt für viel mehr als eine Folge nicht reichen wird. Denn wenn bei der nächsten Folge dann Krystin Ritter übertrieben sonderbar und James van der Beek total selbstironisch ist, wird sicher der Überraschungseffekt fehlen.
Dennoch werde ich die Folge zwei anschauen. Die läuft nach etwas Pause dann 18. April in den USA. Über eine Deutschland-Ausstrahlung hab ich noch nichts gefunden.

Missing

Ich hab mal wieder einen Trailer für eine gerade gestartete Fernsehserie angeschaut, diesmal war es Missing. Das scheint ein recht beliebter Name zu sein, ich meine nämlich nicht den einen Film, den anderen Film oder gar die andere Serie mit gleichem Namen.
Das Missing, das ich meine gibt zunächst mit einem Halbstaraufgebot an – Ashley Judd und Sean Bean sind im Aufgebot.

Die Story klingt bekannt, aber theoretisch nicht schlecht. Ashley Judds Mann (= Sean Bean) stirbt angeblich mittels einer Autobombe. Zehn Jahre später geht der gemeinsame Sohn nach Italien, um dort zu studieren. Uuund verschwindet dort – das erklärt den Serientitel… Ashley Judd fliegt hinterher, um – ganz die protektive Mutter – nach dem Sohn zu suchen. Und damit das nicht eine Serie wird, in der eine Mutter von europäischen Einwohnermeldeamt zu Einwohnermeldeamt tingelt, ist sie eine ehemalige CIA-Agentin, die neben irren Kampfkunstkenntnissen auch noch ein intaktes Agentenhilfenetzwerk über Europa verteilt hat. Und natürlich versucht das CIA, sie einzufangen, während sie versucht, böse Söhneentführer einzufangen.

Es handelt sich also prinzipiell um eine Kombination aus Taken/96 Hours oder 24 mit Alias und der Bourne- Reihe. Könnte also eine wenig innovative, aber gut anzuschauende und kurzweilige Serie sein.

Könnte.

Ist aber nicht.

Überhaupt nicht.

Die Missing-Pilotfolge ist so was von schlecht. Und zwar so gut wie jeder Aspekt davon. Ashley Judds abwechselnde Darstellung der besorgten Mutter sowie der kaltblütigen CIA-Agentin sind in beiden Fällen so karikaturhaft übertrieben, dass es unfreiwillig komisch wirkt, sobald sie eine Dialogszene hat.
Zwar spielt die Serie auf dem papier an atemberaubenden Schauplätzen, allerdings glaube ich nach dem Piloten, dass keine einzige Minute außerhalb eines Studios in L.A. gedreht wurde. Manche Szenen sehen so green-screenig aus, als ob sie direkt aus einem 50er-Jahre-Film kämen.
Für die “atemberaubende” Verfolgungsjagd klaut sich die Hauptheldin eine 50-km/h-Vespa, die sich so entwickelnde slow motion-Szene wird dann dadurch dynamisiert, indem die Kameraführung wackelig wie ein Handyvideo ist.
Nur die Kampszenen gehen ganz in Ordnung, wenn gleich sie im Piloten mit über die Maßen übertriebenen swish-Geräuschen hinterlegt sind.

Mein Fazit:Eine schon oft gesehene Story wird ganz schlecht umgesetzt. Ab Folge zwei sucht Frau Judd bitte ohne mich weiter.

Missing läuft auf ABC, über eine Ausstrahlung in Deutschland hab ich noch nichts finden können.

Huch! Rodman in den Nachrichten

Dennis Rodman ist so was wie der gemeinsame Basketballnenner für Horst und mich, damals vor gefühlten 25 Jahren fanden wir den wohl beide cool. In letzter Zeit ist es recht still um den bunthaarigen, buchschreibenden Ex-Basketballer geworden.
Jetzt gibts mal wieder News, offensichtlich vermelden sein Anwalt und seine Finanzberaterin, dass er pleite ist und auf Grund seines Alkoholismus auch so richtig gar kein Geld mehr könne… Während seine Ex-frau behauptet er hätte genug Geld und solle gefälligst Unterhalt bezahlen.
Das ist prinzipiell total langweilig, aber die „Nachricht“ scheint groß genug zu sein, dass sie unerklärlicherweise bei Google etwas trendet.
Mir kommt das ausgesprochen komisch vor, beim Erklärungsversuch lehne ich mal ganz weit aus dem Fenster. Ich tippe mal auf eine baldige reality tv show mit Familie Rodman.
Wenn es sowas bald gibt, erwarte ich dann eine Gewinnbeteiligung fürs Voraussehen.
Wenn es doch keine Serie gibt, war dieser Artikel nur ironisch gemeint.

Downton Abbey

Downton Abbey sollte mir eigentlich gar nicht gefallen. Ein britisches, historisches Gesellschaftsdrama, dass fast theaterstückartig mit einem Ensemble auf relativ kleinem Raum spielt. Aber irgendwie hat es mich nach wenigen Folgen echt gepackt, irritierenderweise bin ich gespannt, wie das Ganze weitergeht.

Das Setting ist schnell erklärt. England, Anfang des 20. Jahrhunderts. Downton Abbey ist der Stammsitz einer aristokratischen Familie. Durch den Untergang eines eines unsinkbaren Schiffes verliert die Familie die bislang angenommenen Erben des Jackpots und muss mit den mittelständigem Nächsten in der Erbfolge vorlieb nehmen.

So langweilig dass auch klingt, die Serie lebt für mich von dem ständigen, mir weitgehend unbekannten Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Schichten der Stammsitzbewohner und des Personals. Ebenso wie es eine unsichtbare Rangliste unter den adeligen Abkömmlingen gibt, haben auch die (vielen!) Hausbeschäftigten eine feste Hackordnung.
Die feinen Unterschiede drücken sich in Sprache, Kleidung und völlig unsinnigem aber selbstverständlichem Verhalten aus.

Ich bin mir sicher, dass sich der Reiz recht schnell erschöpft, aber für ein paar Folgen kompletter Andersartigkeit zu den gewohnten US-Serien macht Downton Abbey schon Spaß.
Wie immer, allerdings bei dieser Serie besonders sinnvoll: Im Original gucken. Sprache, Dialekte, Akzente sind tatsächlich entscheidend für die Serie.