Flimmerkasten

Während der ganzen Feiertage hat man gewöhnlich viel Zeit. Manche genießen in der Zeit alle Herr der Ringe Teile (natürlich extended), andere wiederum versuchen ihr Sky Abo bis zum Maximum auszureizen. Das Fernsehprogramm bietet ja außer den ganzen tollen vielen Märchen und dem Traumschiff auch kaum Alternativen.
Da hab ich dann in den Weiten des Internets doch noch was gefunden.
Bei Flimmer.de kann man sich aktuelle Filmtrailer anschauen (Kino, DVD, on Demand) und kriegt dann pro geschautem Trailer 5-10 ct. Das ersehene Geld kann man später gegen DVD’s oder Kinogutscheine tauschen.

Okay, es dauert ne Weile bis man was zusammengeschaut hat und man kann auch nur maximal 10 (bezahlte) Trailer am Tag schauen. Und ja die Trailer sind auf deutsch. Aber so für nebenbei finde ich das ne gelungene Sache.

Poetry spam: Gucci bandana scarf

Hier in den Fabrikhallen von Horst Working kommen ungefähr eine Fantastillion Spam-Kommentare pro Sekunde an. Die meisten sind ziemlich öde, aber ich möchte eine Perle grenzdadaistischer Poesie mit Euch teilen:

I really enjoy our gucci bandana scarf, nice and way. I take all of these books cold months. You need to fully understand as soon as you purchase them to get a new sizing less space-consuming than you mostly take, actually they’re going to be too large.

Google Drive Werbung?

Google hat vor einigen Tagen Drive auf das Internet losgelassen, ein weiterer Cloudspeicher wie Microsofts Skydrive, Apples iCloud oder eben die gute alte Dropbox. Ich bin eher unaufgeregt, was Google Drive angeht, schließlich bin ich treuer Dropbox-Kunde und hab mich echt gefragt, warum man denn von Dropbox zu Google Drive wechseln sollte, schließlich habe ich mit Dropbox noch nichts negatives erlebt.

Doch wie passend, pünktlich zum Konkurenzstart leistet sich Dropbox mal ganz blöde publicity:

Dropbox hat eine Datei einfach mal so gelöscht, weil eine Urheberrechtsvermutung vermutet wurde. Und als Bonus dazu auch noch die sharing-Funktionen des Kontos gesperrt. Und zum perfekten Abschluss: Das offenbar zu unrecht und beim öffentlichkeitswirkamen Mario Sixtus.

Bessere Werbung für Drive könnte Google nicht selbst machen.

Google, wer bin ich?

Ich glaub, dieses Feature gibt es schon ewig, allerdings kenn es relativ wenige Google Nutzer.

Google verdient sein Geld ja damit, dem User gezielt passende Werbung vor die Augen zu werfen. Dazu muss Google aber ungefähr wissen, wer man ist, was man mag und so weiter.
Und was Google über den User denkt, kann man sich unter den Google Ads Preferences anschauen. Unter anderem vermutet Google Alter und Geschlecht der zu bewerbenden Person, sowie natürlich die hauptsächlichen Interessengebiete. Die Google Deutungen kann man löschen oder durch eigene ersetzen.

Richtig interessant finde ich den Vermutungen zu Alter und Geschlecht. Langweiligerweise passt bei mir beides, allerdings wäre es schon eine alarmierende Information, wenn man sich im Internet offensichtlich benimmt, als wäre man 40 Jahre älter…

KONY 2012

Schön gemachtes Hipster-Video für das Wochenende – Achtung, ist eine halbe Stunde lang und hat relativ viel Pathos. Und ich muss zugeben, ich hatte von Joseph Kony vorher noch nie gehört.

Witziger Nachtrag: Das Internet hat sich schockiert verschluckt, weil die dahinter stehende non-profit-organisation offenbar etwas halbseiden ist und nur so was wie 30 % da ankommen, wo das Geld hin soll. Ich halte das für eine vergleichsweise gute Quote, bei den großen dachte ich, es kämen um die 90 % abhanden.

flickchart.com

Ein super Zeitvertreib: Auf flickchart.com bekommt man zwei Filme zur Auswahl gestellt. Man klickt den Film an, den man besser findet. Dann die nächsten zwei Filme und so weiter. Aus den so erzeugten Daten wird eine persönliche Rangliste erstellt – was richtig Spaß macht.
Statt der Wahl des besseren Films kann man auch angeben, einen oder beide Filme nicht gesehen zu haben. Und so kommt als Nebenprodukt die „list of shame“ heraus, eine Liste der insgesamt höchst bewerteten Filme, die man noch nicht gesehen hat.

Das ist dezent süchtig machend, man möchte nur noch einmal abstimmen und findet sich dann 15 Minuten später noch immer auf der Seite wieder.
Leider gibt es kein iOS/Android-App dafür, und per Telefon-Browser fühlt sich die Seite sehr träge an. Mit einer minimalistischen App könnte das ein toller Zeitvertreib beim auf die Bahn warten sein.

Natürlich werden die eigenen Charts erst nach vielen, vielen Runden aussagekräftig. Meine Top 10 findet Ihr unter flickchart.com/whiterabbit3000. Und da ist auch meine list of shame, wobei ich Filme, bei denen ich noch mal die Originalspachversion schauen möchte, als „nicht gesehen“ angeklickt habe.
Apropos Orginalsprache: Die Namen der Filme bei flickchart sind die Originalnamen. Wer also die kreativen deutschen Titel gewöhnt ist, sollte einen tab mit imdb oder Wikipedia nebenan haben.