“Gefangen in Hohenschönhausen”
Auch das war relativ harter Tobak für einen Urlaub. Aber mich persönlich hat es schon immer interessiert. Erzählt werden Geschichten von ehemaligen Insassen von Ende 45 bis 1989. Dabei sind die Geschichten in die einzelnen Jahrzehnte aufgeteilt. So erfährt man wie es war, als es “nur” ein Kriegsgefangenenlager war, über die Geschichte als Gefängnis des sowjetischen Geheimdienstes bis hin zum Stasiknast. Es ist schon krass wie mit den Leuten umgegangen wurde. Und ich persönlich denke auch, dass ich mich als Ostberliner auch mit diesem Teil der Geschichte befassen muss. Deshalb hab ich auch zusammen mit meinem Bruder beschlossen, demnächst den Stasiknast zu besuchen und die Führung mitzumachen.
geschrieben von Horst_Jlamb
“Der Minus Man”
Das Buch ist schon recht harte Kost. Ein Österreicher erzählt von seinem Leben. Als Kind das erste Mal straffällig geworden. Das Verhältnis zum Vater zerrüttet. Das Verhältnis zu Frauen kann man nicht beschreiben. Im Laufe seines Lebens wird er zum Zuhälter, Schläger und Dauerknacki. Ist schon bemerkenswert wie komisch Frauen manchmal sind. Da läßt er eine nach der Anderen für sich anschaffen und die wollen ihn alle heiraten.
Ich hab die ganze Zeit auf das Besondere an diesem Mann gewartet, weil immerhin hat er n eigenes Buch über sein Leben geschrieben, welches auch noch verkauft. Das einzig besondere bleibt aber das Verhältnis zu den Frauen. Trotzdem sehr lesenswert. Das Leben in östereichischen Gefägnissen wird dabei teilweise sehr heftig beschrieben.
geschrieben von Horst_Jlamb
“Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen”
Sehr humoristische Sichtweise auf Berlin und die Deutschen im Allgemeinen. Wladimir Kaminer hat auch schon “Russendisco” geschrieben. Hab ich bisher noch net gelesen, werd ich jetzt auf jeden Fall aber nachholen.
Mein Highlight ” Warum der Postmann in Berlin immer zweimal klingelt”: “Ich habe sechs Attentate auf meine Person überlebt, vom KGB, BND und dem Roten Kreuz”
Sehr zu empfehlen für Berliner und welche die es gerne sein wollen.
geschrieben von Horst_Jlamb
Urlaub ist für mich auch immer die Zeit, viel zu lesen. Dieses Mal hab ich 7 Bücher fast geschafft. Den Anfang hat “Ist doch ein geiler Verein: Reisen in die Fussballprovinz” gemacht. Ich dachte mir erstmal was einfach zum Runterkommen. Der Inhalt ist auch schnell beschrieben. Der Autor hat ne ganze Menge Vereine besucht und dazu Anekdoten geschrieben.
Als erstes ist mir aufgefallen, dass der Autor unter “Fussballprovinz” wohl eher die Ligenzugehörigkeit gemeint ist. Denn Vereine wie Dynamo Dresden, Carl Zeiss Jena oder Chemnitz kann man von den Zuschauerzahlen wohl net als Provinz bezeichnen.
Das Buch an sich liest sich ziemlich schnell und gut. Man erfährt auch interessante Einblicke in einige Vereine. Allerdings find ich persönlich nicht so toll, dass sich die meisten Geschichten um die Insolvenzen oder den Niedergang der Vereine drehen. Bzw. bei den Ostvereinen fast immer um rechte Fangruppen. Ich hatte mehr typische Fangschichten erhofft (z.B. Gruppe A fährt von Bayern nach Schleswig-Holstein feiert mit den gegnerischen Fans usw.).
Mein Highlight war die Geschichte des 1. SC Göttingen 05. Der Verein wurde in der Saison aus dem Vereinsregister gelöscht und vom Spielbetrieb abgemeldet. Zur neuen Saison sollte mit Hilfe einer Fusion wieder gespielt werden. Damit die Fans zusammen und in Übung bleiben, haben sich die Fans quasi zum Mieten angeboten. Aber lest selbst.
geschrieben von Horst_Jlamb
Mein bessere Hälfte hat mir neulich die Biogafie von Stefan Kretzschmar geschenkt. Ich als alter Handballer war schon sehr interessiert.
Allerdings wird nicht soviel vom Handball erzählt, sondern mehr vom drumherum. Man lernt, was er für ein Mensch ist und wie er tickt. Außerdem lernt man, dass Leistungssport auch mit rauchen und feiern geht. Es ist schon interessant zu lesen was so bei Olympischen Spielen abgehen kann
Ansonsten braucht man nicht viel Ahnung vom Handball und auch nicht von der Person Stefan Kretzschmar. Aber er zeigt einfach, wie man das Leben in der DDR als Kind mitbekommen hat. Ich konnte schon gewisse Ähnlichkeiten zu meinen Erinnerungen feststellen. Außerdem ist es natürlich immer schön , wenn man die Orte in denen sich die Handlung abspielt , selbst kennt wie z.B. der Berliner Tierpark.
geschrieben von Horst_Jlamb
Letzte Kommentare