Kick Ass war wirklich mal wieder ein Film auf den ich mich sehr gefreut habe. Vor allem nachdem ich den Trailer gesehen hab:
Und ich muss sagen der Film hat mich nicht enttäuscht. Ich zwar Probleme, den Filme in ne Schublade zu stecken, aber er war definitiv sehr gut. Am besten hat mir der “leicht” kranke Cop Nicolas Cage gefallen, der gleich in seinem ersten Auftritt auf seine 11 jährige Tochter schießt.
Die Story is schnell erzählt. Ein Nerd (der wie immer n Apfellaptop mehrfach in die Kamera streckt) kommt auf die Idee Superheld zu sein. Dank youtube wird er das auch ganz schnell. Und schon gibt Nachmacher mit unterschiedlichen Intentionen. Gut gemachtes Popcorn-Kino (wobei mir vom Popcorn nach dem Film schlecht war). Was auch aufgefallen ist, war die gute Kombination mit der Musik, so dass ich mir gleich mal den Soundtrack geholt hab. Dazu kann ich aber noch keine Wertung abgeben.
Vollkommen unvoreingenommen und uninformiert habe ich “New York, I Love You” angeschaut, da ich den Titel für ausgesprochen nachvollziehbar halte. Leider gab’s kein Kino, dass den Film im O-Ton spielt, deswegen gab’s die synchronisierte Fassung.
Memo an mich selbst: Nie wieder synchronisierte Filme anschauen. Man könnte auf die Synchronstimme von Sarah Jessica Parker in SATC treffen.
Im Kino dann sah das Publikum gänzlich anders aus, als ich es für einen Film erwartet hätte, der eine amerikanische Stadt im Namen trägt – Jede Menge Frauen, die aussahen, als wären sie Raucherinnen französischer Zigaretten, einige Herren, die auch in geschlossenen Räumen zarte Schals tragen. Hm, verwirrend.
Nachdem der Film eine Weile lief, ging mir auf, dass das Publikum passt: “New York, I Love You” ist ein Film, der zwar in New York spielt, aber grundsätzlich europäisch wirkt. Es handelt sich um zehn Kurzgeschichten, die weitgehend nicht miteinander zu tun haben, als dass sie alle in New York stattfinden. Die Schreiber / Regisseure dazu kommen ganz multikulti aus China, Indien, Japan, Frankreich, USA, Deutschland. Deutschland? Genau. Uns Fatih Akin hat auch mitgemacht.
Leider kam jemand auf die Idee, dass man die einzelnen Geschichten doch miteinander verflechten könnte – und so gibt es dazwischen etwas gezwungene Aufeinandertreffen der einzelnen Protagonisten. Wahrscheinlich musste dass sein, da es ja bei den anderen Episodenfilmen auch so ist…
Von den zehn Segmenten gefielen mir zwei richtig gut (die von Brett Ratner, Joshua Marston), der Rest pendelte zwischen “Nette Idee” und “Meh.”. Offensichtlich bin ich nicht das richtige Publikum dafür. Denn die Mitsitzer im Kino verbrachten dann den Abspann diskutierend, ich hörte die Sprachfetzen “…die Billianz der Bildsprache Fatih Akins…” und “…Dominanz des europäischen Kinos in Hollywood…”. Jedem seine Tasse Tee.
Insgesamt eine okaye Geschichtensammlung, auf DVD wäre auch gut gewesen.
Was für ein déjà-vu: Tarantino und Rodriguez machen zusammen einen Film – die erste Hälfte ist super, man weiß so recht nicht warum; die zweite Hälfte ist nerviger Splatter, aber noch einigermaßen erträglich. Meine Beschreibung von “From Dusk Till Dawn” gilt ab sofort auch für “Grindhouse”. Bei “Death Proof” gibts eine unterhaltsame Abhandlung zum Thema “weibliche Rache und Autos der Siebziger”, bei “Planet Terror” gibt es Vampire Zombies, Blut und abgetrennte Hoden. Auch, wenn ich die “Double Feature”-Idee schön fand – der erste Film reicht mir. Ohne Erkennbaren Grund bleiben viele Szenen von “Death Proof” im Gedächtnis, und es faszinierend, was für ein Denkmal Quentin Tarantino seiner Stuntfrau Zoe (bitte zwei Punkte auf dem ‘e’ vorstellen, finde die Taste nicht) Bell setzt. Sicher ist das nicht der beste Film von Q.T., aber auf jeden Fall guckenswert.
Warum allerdings wieder der unverständliche Michael Parks mitspielen muss, ist mir ein Rätsel. Bei “Planet Terror” ist er auch dabei, auch Rose McGowan, Nicki Katt und Tarantino himself spielen in beiden Filmen mit.
Meiner bescheidenen Meinung nach eignet sich die Rodriguez-Hälfte nur für Splatter-Freunde und Leute (wie mich), die aus Prinzip beide Filme zusammen sehen wollen.
Nach den “kopfigen” Two Gallants jetzt mal etwas gegenteiliges: die eher “bauchigen” HECTOR backwoods, dank des Tipps einer Kollegin.
Die Bandliste der Einflüsse liest sich wie ein who-is-who der Rockgeschichte von den Siebzigern bis in die Neunziger – so komplex ist die Musik aber gar nicht. Es ist einfach nur straighter Rock. Die Songs haben einen einfachen Aufbau, die Gitarren röhren gleichmäßig, der Bass folgt artig der Melodie und es eignet sich bestimmt gut, um es beim Pickup-Fahren im mittleren Westen zu hören. Die Texte handeln passend dazu von maskulinen Themen: Autos, Glücksspiel, Raubüberfälle; Frauen, Frauen, Frauen. Alles in allem ein stimmiges Paket, was nicht mehr vormacht, als es ist. Um das ganze Album am Stück zu hören, ist es mir zwar zu platt, aber in begrenzten Dosen eingesetzt, mach es echt gute Laune.
Wer also plain rock mit ein wenig redneck appeal mag und sich nicht daran stört, dass zähflüssiges Testestoron aus den Boxen tropft, kann hier zuschlagen.
Auch das Album gibts bei Amazon nicht, daher zum Reinhören ein Link zur myspace-Seite der Band.
Im Kino verpasst, habe ich mir die Wartezeit auf das DVD-Release unabsichtlich mit dem “Original” zum Film verkürzt. Unabsichtlich, weil ich einfach eine DVD mit (etwas ähnlichem wie) “Inglourious Basterds” und einem dicken Tarantino-Schriftzug gekauft habe. War dann nur die clevere Vermarktung für einen B-Movie aus den Siebzigern, aber gar nicht schlimm. Vom Film selbst ist nicht viel Hängengeblieben, Militärgefangene reißen aus und werden für eine Spezialeinheit gehalten, alles klappt eher schlecht als recht und am Ende gibts ein künstlich wirkendes Teil-Happy-Ending. Die Charaktere sind sehr typenhaft überzeichnet, fast schon wie Karikaturen. Und das spannt den Bogen zum (nicht wirklich)-Remake von Herrn T., da wurde noch weniger an Überzeichnungen gespart. Und obwohl er ein bislang einzigartiges Setting für einen Tarantinofilm hat, ist “Inglourious Basterds” trotzdem typisch. Der Film wird nicht von der Handlung zusammengehalten, es ist eine Anreihung von großen Szenen. Und eigentlich gibt es nur zweieinhalb Stunden eigentlich belanglose Dialoge, die aber nach kurzem Nachdenken alles andere als belanglos sind. Dabei gibt es eine fast gleichmäßige Aufteilungen des Textes in Englisch, Deutsch und Französisch.
Zurück zur Überzeichnung: Um Quatsch wie historische Genauigkeit oder Realismus muss sich Quentin Tarantino glücklicherweise gar nicht kümmern – so gibt es nach zuletzt vielen ernsthaften Versuchen, den “Menschen Hitler” darzustellen endlich wieder einen Karikaturhitler, der lächerlich und einfältig ist. Brad Pitt dafür glänzt mit dem aufgesetztestem Südstaatenakzent aller Zeiten, besonderes Highlight sind die Versuche, Italienisch zu sprechen. Und natürlich nichts zu diesem Film ohne lobende Erwähnung von Christoph Waltz: Mit Abstand der dominierendste Darsteller im Film.
Der Film zeigt nicht nur, dass das Kino die bessere Realität ist, sondern auch, dass das Kino das dritte Reich besiegt hat – was für eine Liebeserklärung.
Mein Fazit: “Inglorious Bastards” kann man sich sparen, “Inglourious Basterds” ist trotz seiner Längen und Handlungsdefizite ein Muss.
P.S. Ich weiß nicht, ob es noch jemanden so gegangen ist: Bei Eli Roth’ “Fuck a duck!”-Ausruf hatte ich den schlimmsten Lachanfall seit langem bei einem Film.
Ich habe lange Zeit mit den Gatisdownloads aus diesem Alben verbracht – da fand ich es nur fair, auch ein wenig Geld wandern zu lassen. Also gabs das mittlerweile sechs Jahre alte Album für mich bei iTunes. Und es hat sich wirklich gelohnt. Im Vorfeld hab ich befürchtet, dass es mir zu folkig ist, immerhin kam es bei Saddle Creek heraus.
Grundsätzlich würde ich zwar sagen, dass “wtTT” ein Folk-Album ist, allerdings gemischt mit ein wenig Noise, Punk und auch einmal Ska. Spätestens wenn man sich auf die (ewig langen) Texte eingelassen hat, ist egal, dass die beiden Kavaliere folkig klingen und sogar Mundharmonika spielen – etwas, was ich für gewöhnlich nur Bob Dylan erlaube.
Musikalisch ist es recht abwechslungsreich, fast jeder Song ist vollgestopft mit irritierenden Rhythmuswechseln. Dabei klingt der Gesang immer etwas daneben, das Schlagzeug hängt oft etwas hinterher, der Songaufbau ist manchmal etwas zu verbastelt und zu lang. Aber als Gesamtpaket passt es für mich dann wieder gut.
Das wahre Highlight stellen die Texte dar, die voller Abgründe und jugendlichem Hass sind.
Für mich ist das Album ein Volltreffer, zehn gut angelegte Euros. Leider kann ich kein Amazon-Preview einbinden – In den Weiten von Amazon gibt es “what the Toll Tells” nicht. Aber wie sich das gehört, kann man mit “Las Cruces Jail” und “Waves Of Grain” zwei Lieder auf der Homepage unter “V – Media” für lau haben.
Ein Film eines finnischen Regisseurs der, in L.A. spielend, vom Versagen erzählt. Sehr viel habe ich mir nicht gemerkt – daher nur ein paar Gedanken dazu: Nun, es spielen die Leningrad Cowboys mit. Der Film ist irgendwie zu artifiziell, zu distanziert um bei mir anzukommen. Der unsympathische Vincent Gallo stellt glaubwürdig einen unsympathischen Typen dar. Vollkommen unpassend gibt zum Abschluss ein schmalziges Happy End. Herr Kaurismaki scheint schlechte Erfahrungen mit Hollywood gemacht zu haben. Johnny Depps Rolle sollte auf die Plakatauftritte beschränkt gewesen sein.
Dank der fünf Filmfreunde sind mir doch tatsächlich noch Filme eingefallen, die ich unerklärlicherweise vergessen hab.
Das A-Team
Ja es wird nicht das gleiche sein wie die Serie. Aber hey es ist das A-Team.
IRON Man 2
Und nochmal Robert Downey Jr. Und viele werden sagen, wie sch*** doch der erste Teil war. Aber ich fand ihn sehr unterhaltsam gemacht. Und die technischen Spielereien war 1A.
Ein neues Jahr und wieder wird es etliche Blockbuster geben. Da meine Kinopräsenz in den letzten Jahren deutlich nach oben zeigt, hab ich mir schonmal Gedanken gemacht welche Blockbuster ich mir 2010 anschaue.
Sherlock Holmes
Guy Ritchie als Regisseur und die Hauptdarsteller Robert Downey Jr. (Sherlock) und Jude Law (Dr.Watson) reichen mir schon fast. Wenn ich dann auch noch lese, dass Holmes trinkt, raucht und prügelt ist es für mich schon sehenswert.
Robin Hood
Und noch ein englischer Held. Das Duo Ridley Scott und Russel Crowe hat mir schon bei Gladiator gefallen. Die Robin Hood Legofiguren waren die ersten in meiner Sammlung. Das Buch war mein das erste ohne Bilder. Das reicht als Gründe.
Alice im Wunderland
Muss doch schauen was der weiße Hase so in seiner Freizeit treibt. Erfolgsduo Johnny Depp und Tim Burton verspricht einiges.
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