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Dez 18

Vorweihnachtszeit ist ja traditionell die Zeit, in der alle etwas gutes tun wollen. Das manifestiert sich in einer Verdopplung der gemeinnützigen Fernsehwerbungen und tragischen Voranzeigen für Spendenmarathons. Weil das alles nicht fetzt, hier drei Vorschläge für bequemes, gutes Spendenkarma.

Chrome For A Cause

Das ist Charity für Slacker: Man muss nur den Aufwand aufbringen, eine Google Chrome Erweiterung zu installieren. Google spendet dann pro geöffneten Tab etwas an eine Hilfsorganisation der eigenen Wahl. Die Aktion geht nur bis zum 19.12., deswegen eigentlich schon zu spät. Deswegen schnell zur Nummer zwei:

Freikaufen von Jimmy Wales

Ich hatte ja schon über den hypnotisierenden Jimmy Wales bei Wikipedia geschrieben. Mitlerweile starrt Pavel Richter, Chef von Wikimedia Deutschland. Ich denke, wenn genügend Leute Geld geben, verschwindet der Aufruf von der Startseite und man kann Wikipedia ungestört aufrufen. Das kommt mir generell spendenwert vor.
Allerdings: Aus Deutschland kann man nur für Wikimedia Deutschland spenden. Und da ich, wenn ich etwas suche, nur sehr selten bei de.wikipedia.org fündig werden, fast immer jedoch bei en.wikipedia.org, scheidet das auch aus.
Daher schnell zu Spendemöglichkeit Nummer drei:

Humble Indie Bundle #2

Vor vielen Monden gab es die Nummer eins, jetzt das zweite Bundle: Man kauft sich ein Paket von fünf Computerspielen von unabhängigen Entwicklern. Die Spiele gibt es für Linux, Mac oder Windows. Alles ohne DRM, also kann man sie auf beliebig vielen Rechnern installieren und immer wieder herunterladen.
Man bezahlt dafür soviel, wie man will.
Wo ist denn da die Charity? Beim Bezahlen sucht man aus, ob wie das Geld zwischen den Entwicklern und zwei Hilforganisationen aufgeteilt wird.
Danach kann man entspannt Revenge Of The Titans zocken und denken, dass man die Welt ein bisschen gerettet hat…

geschrieben von White Rabbit

Dez 12

Ich bin ja für gewöhnlich kein allzugroßer Fan von MMORPG’s, ich habe ja bereits davon berichtet. Allerdings entwickel ich gerade eine gewisse Abhängigkeit von Pocket Legends, einem, ich zitiere, MMMORP. Das Extra-M gibt es für mobile.
Das Spiel entspricht so ziemlich genau jedem Online-Rollenspiel – nur, dass man das Handy dafür benutzt. Und das geht überraschend gut, performance und Grafik passen. Eine einigermaßen ordentliche 3g-Verbindung reicht auch aus, sodass man auch außerhalb des heimischen WLANs Zombies im Wald jagen kann.

Das Spiel gibt es für Android und iPhone / iPad, es hat ein übliches Anfix-Geschäftsmodell. Die ersten zwei Level gibt es gratis, gegen Bezahlung wird die Welt größer und man kann sich Premium-Gegenstände im Spiel kaufen. Darauf kann ich gut verzichten, ich tobe mich dafür in den Gratis-Bereichen aus.

Bisher ist das das Android-Spiel, das für mich am meisten nach richtigem Spiel aussieht. Wer es auch ausprobieren will: Hier der Link zur Seit bei AppBrain.

geschrieben von White Rabbit

Nov 24
Unser Power-Kommentator Dennis hat sich gewünscht, dass wir auch mal was über Spiele schreiben. Und da ein Wunsch der Leser unser Befehl ist, habe ich mir eine unbekannte Softwareperle des kleinen Herstellers Blizzard ausgesucht: den Geheimtipp “World Of Warcraft”. Nein, im Ernst, ich konnte das WoW-Phänomen nie wirklich verstehen. Das liegt zum einem daran, dass ich generell wenig für Rollenspiele mit Fantasysetting übrig habe; magische Getränke und Lichtblitze, die aus den Händen schießen finden bei mir recht wenig Verständnis. Die einzigen Rollenspiele, die ich wirklich gern gespielt habe, sind Fallout 1 und 2 – und dort gibts keine magischen Getränke, nur Drogen.
Nicht desto trotz wollte ich dem MMORPG (Ach, ich liebe diese Abkürzung) eine Chance geben, es gibt ja für Leute wie mich kostenlose Probeaccounts. Die erste große Herausforderung bei WoW ist die Installation. Ich habe einen recht flinken Rechner und eine einigermaßen dicke Internetleitung. Das scheint das Spiel nicht weiter zu beeindrucken. Die reine Installation des Clients dauerte bei mir eine Stunde. Eine Stunde! Ich wäre schneller gewesen, wenn ich die paar Gigabyte im Hexeditor abgetippt hätte!
Nach dieser Stunde starte ich das Spiel – und werde erstmal informiert, dass zunächst Patch sowieviel heruntergeladen werden muss. Und das dauerte 1,5 Stunden. Danach gab’s noch nen Patch (hey, nur 10 Minuten!) und noch einen (wieder nur 10 Minuten!). Nach dem Start fiel mir auf, dass ich natürlich ein Konto zum spielen bauche. Irgendwo logisch. Also der nächste Schritt – Konto anlegen. Das klappte überraschend gut. Danach hatte ich erstmal genug von der Welt der Kriegskunst, das Spielen verschob ich auf einen anderen Tag.
Zunächst wartete natürlich die Aufgabe auf mich, einen Charakter zu erstellen. Da ich mich nicht damit beschäftigen wollte, welche Vorteile und Nachteile es gibt, ließ ich den Zufallsgenerator und einige achtlose Klicks entscheide, als was ich die Zeit meines Probeabos verbringe. Das Schicksal machte mich zu einer untoten Hexenmeisterin.
Die erste Verwirrung erwartete mich, als ich das erste Mal das Licht der Welt der Kriegskunst erblickte: Eine “Person” kam hektisch auf mich zugerannt, um mich in seine Gilde zu bitten. Ich weiß zwar nicht, was eine Gilde ist – aber wenn sie jemanden haben wollen, der bis auf die Bedienung der Richtungstasten noch keine WoW-Skills hat, scheint es ja nichts dolles zu sein. Ich lehnte dankend ab.
Ich lief ein wenig herum, verprügelte einige Tiere, ging ins benachbarte Dorf. Dort erfuhr ich, wie es wohl ist, eine Frau bei WoW zu sein – jeder umherlaufende Untote machte mir unseriöse Angebote und schlimmeres. Einige suchten auch meine direkte Nähe, um mich an mir zu reiben (So sah es jedenfalls aus). Ich kam mir vor, als wäre ich beim virtuellen Parkplatztreff gelandet. Trotzdem versuchte ich ordentlich meine Quests zu machen, die eigentlich immer gleich aussahen: Töte n [Erfundener Name eines Tieres], komm wieder zurück. Die Avancen meiner Mitspieler nervten dann irgendwann so sehr, dass ich beschloss, ich bau mir einen neuen Charakter, der die Triebe meiner Mitmenschen nicht so sehr animiert.
Als startete ich einen zweiten Versuch als Shrek-lookalike – einem dicken Orc. Für mehr Style wählte ich lustige Zöpfchen für Bart und Haupthaar. Nach Überfliegen der Klassen wurde ich zu einem Schamanen, die Beschreibung las sich passend: Kann von allem ein bisschen, nichts richtig – das sagt man über mich auch.
Ich erledigte alle möglichen Quests, wurde erfahrener und nach einigen Stunden spielen hatte ich Level 10 erreicht. Ich glaube, es gibt 80. Das muss ewig dauern. Beim Erfüllen meiner Aufgaben fiel mir auf, dass ich WoW eher als virtuellen Urlaub nutze – viel lieber, als irgendwelche Gegner zu verhauen, lauf ich einfach nur herum. Steige auf einen Berg und schau herunter. Schwimme ausgiebig im Meer. Leiste mir einen Kurzstreckenflug mit einem saurierartigem Vogel.
Im Bereich des “MM” in “MMORPG” bin ich dafür ne ziemliche Niete, ich scheine nicht die sozialen Skills zu haben, um mit anderen zusammenzuspielen. Zigmal wurde ich in irgendwelche Gruppen aufgenommen und nach einer Weile wieder herauszufliegen. Einige Probleme in der Zusammenarbeit waren:
- Mitspieler haben kein Verständnis dafür, dass man mal schwimmen gehen möchte
- Mitspieler empfinden es nicht als lustig, wenn man Voodootrolle auf sie hetzt
- Mitspieler erwarten offensichtlich von einem Schamanen, dass er sie heilt. Pah!
Unterm Strich gefällt mir vor allem die Vorstellung, dass man in “World of Warcraft” eine riesige Welt hat, durch die man laufen, schwimmen, fliegen kann. Den Teamplay-Aspekt empfinde ich eher als verstörend. Aber das bereisen und begucken irgendwelcher Welten braucht kein Onlinespiel, und schon gar nicht ist es mir 15 € im Monat wert. Deswegen wird mein Level-10-Orc-Schamane nach Ablauf der Probezeit den Weg alles irdischen gehen, mehr WoW brauch ich nicht.
Zum Abschluss gibt’s noch ein Bild vom Strandurlaub mit meinem Glühwürmchen.
P.S. Für mich noch immer ein ungeklärtes Rätsel: Warum haben in WoW Unterwasserkrustentiere Geld bei sich?
http://www.horst-working.de/2009/11/01/der-oktober-auf-horst-working/#comment-149

Unser Power-Kommentator Dennis hat sich gewünscht, dass wir auch mal was über Spiele schreiben. Und da ein Wunsch der Leser unser Befehl ist, habe ich mir eine unbekannte Softwareperle des kleinen Herstellers Blizzard ausgesucht: den Geheimtipp “World Of Warcraft”. Nein, im Ernst, ich konnte das WoW-Phänomen nie wirklich verstehen. Das liegt zum einem daran, dass ich generell wenig für Rollenspiele mit Fantasysetting übrig habe; magische Getränke und Lichtblitze, die aus den Händen schießen, finden bei mir recht wenig Verständnis. Die einzigen Rollenspiele, die ich wirklich gern gespielt habe, sind Fallout 1 und 2 – und dort gibts keine magischen Getränke, nur Drogen.

Nicht desto trotz wollte ich dem MMORPG (Ach, ich liebe diese Abkürzung) eine Chance geben, es gibt ja für Leute wie mich kostenlose Probeaccounts. Die erste große Herausforderung bei WoW ist die Installation. Ich habe einen recht flinken Rechner und eine einigermaßen dicke Internetleitung. Das scheint das Spiel nicht weiter zu beeindrucken. Die reine Installation des Clients dauerte bei mir eine Stunde. Eine Stunde! Ich wäre schneller gewesen, wenn ich die paar Gigabyte im Hexeditor abgetippt hätte!

Nach dieser Stunde starte ich das Spiel – und werde erstmal informiert, dass zunächst Patch sowieviel heruntergeladen werden muss. Und das dauerte 1,5 Stunden. Danach gab’s noch nen Patch (hey, nur 10 Minuten!) und noch einen (wieder nur 10 Minuten!). Nach dem Start fiel mir auf, dass ich natürlich ein Konto zum spielen bauche. Irgendwo logisch. Also der nächste Schritt – Konto anlegen. Das klappte überraschend gut. Danach hatte ich erstmal genug von der Welt der Kriegskunst, das Spielen verschob ich auf einen anderen Tag.

Zunächst wartete natürlich die Aufgabe auf mich, einen Charakter zu erstellen. Da ich mich nicht damit beschäftigen wollte, welche Vorteile und Nachteile es gibt, ließ ich den Zufallsgenerator und einige achtlose Klicks entscheide, als was ich die Zeit meines Probeabos verbringe. Das Schicksal machte mich zu einer untoten Hexenmeisterin.

Die erste Verwirrung erwartete mich, als ich das erste Mal das Licht der Welt der Kriegskunst erblickte: Eine “Person” kam hektisch auf mich zugerannt, um mich in seine Gilde zu bitten. Ich weiß zwar nicht, was eine Gilde ist – aber wenn sie jemanden haben wollen, der bis auf die Bedienung der Richtungstasten noch keine WoW-Skills hat, scheint es ja nichts dolles zu sein. Ich lehnte dankend ab.

Ich lief ein wenig herum, verprügelte einige Tiere, ging ins benachbarte Dorf. Dort erfuhr ich, wie es wohl ist, eine Frau bei WoW zu sein – jeder umherlaufende Untote machte mir unseriöse Angebote und schlimmeres. Einige suchten auch meine direkte Nähe, um sich an mir zu reiben (So sah es jedenfalls aus). Ich kam mir vor, als wäre ich beim virtuellen Parkplatztreff gelandet. Trotzdem versuchte ich ordentlich meine Quests zu machen, die eigentlich immer gleich aussahen: Töte n [Erfundener Name eines Tieres], komm wieder zurück. Die Avancen meiner Mitspieler nervten dann irgendwann so sehr, dass ich beschloss, ich bau mir einen neuen Charakter, der die Triebe meiner Mitmenschen nicht so sehr animiert.

Als startete ich einen zweiten Versuch als Shrek-lookalike – einem dicken Orc. Für mehr Style wählte ich lustige Zöpfchen für Bart und Haupthaar. Nach überfliegen der Klassen wurde ich zu einem Schamanen, die Beschreibung las sich passend: Kann von allem ein bisschen, nichts richtig – das sagt man über mich auch. Und tatsächlich: Diesen dicken grünen Kerl grub niemand mehr an.

Ich erledigte alle möglichen Quests, wurde erfahrener und nach einigen Stunden spielen hatte ich Level 10 erreicht. Ich glaube, es gibt 80. Das muss ewig dauern. Beim Erfüllen meiner Aufgaben fiel mir auf, dass ich WoW eher als virtuellen Urlaub nutze – viel lieber, als irgendwelche Gegner zu verhauen, lauf ich einfach nur herum. Steige auf einen Berg und schau herunter. Schwimme ausgiebig im Meer. Leiste mir einen Kurzstreckenflug mit einem saurierartigem Vogel.

Im Bereich des “MM” in “MMORPG” bin ich dafür ne ziemliche Niete, ich scheine nicht die sozialen Skills zu haben, um mit anderen zusammenzuspielen. Zigmal wurde ich in irgendwelche Gruppen aufgenommen und nach einer Weile wieder herauszufliegen. Einige Probleme in der Zusammenarbeit waren:

  • Mitspieler haben kein Verständnis dafür, dass man mal schwimmen gehen möchte
  • Mitspieler empfinden es nicht als lustig, wenn man Voodootrolle auf sie hetzt
  • Mitspieler erwarten offensichtlich von einem Schamanen, dass er sie heilt. Pah!

Unterm Strich gefällt mir vor allem die Vorstellung, dass man in “World of Warcraft” eine riesige Welt hat, durch die man laufen, schwimmen, fliegen kann. Den Teamplay-Aspekt empfinde ich eher als verstörend. Aber das bereisen und begucken irgendwelcher Welten braucht kein Onlinespiel, und schon gar nicht ist es mir 15 € im Monat wert. Deswegen wird mein Level-10-Orc-Schamane nach Ablauf der Probezeit den Weg alles Irdischen gehen, mehr WoW brauch ich nicht.

Zum Abschluss gibt’s noch ein Bild vom Strandurlaub mit meinem Glühwürmchen.

Mit dem Glühwürmchen am Strand

P.S. Für mich noch immer ein ungeklärtes Rätsel: Warum haben in WoW Unterwasserkrustentiere Geld bei sich?

geschrieben von White Rabbit