Es ist endlich wieder soweit, der Hase und ich haben unser Lieblingsgesprächsthema des Jahres wieder. Und wir sind auf eine lustige Spielerei gestoßen.
Google und HTC sind ja seit Android ganz dicke Kumpels. Und was liegt da näher, als alle HTC-Columbia Fahrer mit nem HTC Handy auf Android Basis auszustatten, n lustiges App drauf und schon kann man während der Etappen unter http://www.google.com/intl/de/landing/mytrackstour/index.html die Fahrer verfolgen. Sehr lustige Idee.
Und was viele schon lange vermutet haben, wurde durch diese Spielerei aufgedeckt. Herr Cavendish hat einfach kein Herz:

geschrieben von Horst_Jlamb
1. Carlos Sastre
Es hat sich gezeigt, das Carlos Sastre sicherlich ein guter Fahrer ist, aber mit den besten einfach nicht mithalten kann. Vielleicht hätte er bei Saxo Bank bessere Chancen gehabt..?
2. Dennis Menchov
Ein bißchen überraschend hat Menchov den Giro schon gewonnen. Aber bei der Pleitentour von Rabobank, wundert es wohl wenig, dass auch der Kapitän nicht so richtig mithalten konnte.
3. Lance Amstrong
Ja Lance war auch schon bei den Gewinnern dabei. Aber durch seine Art und Fahrweise hat er sich denke ich ein wenig Respekt und Anerkennung verspielt. Hätte er ganz klar zu Contador (den er dieses Jahr auf keinen Fall hätte schlagen können) gestanden, wäre seine Tour gewiss ein wenig ruhiger verlaufen. Und nächstes Jahr hätte er angreifen können. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Vor seinem dritten Platz hab ich vollsten Respekt.
4. Cadel Evans
Und wieder hat es Evans nicht geschafft. Die Frage ist jetzt, ob in den letzten Jahren das Feld so schwach war, dass er vorne mitfahren konnte? Oder war er einfach dieses Jahr nicht gut drauf? Mit Van Den Broeck hätte er dieses Jahr sogar einen ganz guten Helfer gehabt. Als jedoch dessen Zeit gekommen war, war Cadel meistens schon nicht mehr dabei.
5. Quick Step
Einen Fahrer der dreimal mit Koks erwischt wurde kurzfristig reinzunehmen und dafür einen Sprinter der vielleicht sogar Chancen auf einen Sieg gehabt hätte rauszunehmen, war sicherlich kein cleverer Schachzug. Am positivsten ist wohl der 20. Platz im Gesamtklassement von Sylvain Chavanel. Kein Etappensieg, kaum Aufmerksamkeit und bei weitem keine Chance auf irgendein Trikot. Schade Quick Step
6. Der deutsche Radsport
Während der Tour hatte einer der Eurosport-Reporter die Frage aufgeworfen, ob Deutschland eine Radsport-Nation sei und wenn nein, warum nicht. Ich denke das Deutschland keine Radsport-Nation ist. Es gibt zwar viele Fans und auch viele gute Fahrer. Aber wenn man sich die Berichterstattung anschaut dann weiß man warum ich der Meinung bin. Keine Live-Übertragung (Ist ja eigentlich nur noch die Tour) ohne pausenloses Dopinggequatsche. Wann begreifen die öffentlich-rechtlichen endlich mal, dass die Wenigen Verrückten die die Tour noch verfolgen, den Sport, die Taktik und die Spannung erleben wollen und nicht irgendwelche Medikamenten-Beipackzettel. Das die wenigen deutschen Sponsoren dann aussteigen ist natürlich zu verstehen (Obwohl in den wirklichen Radsportnationen viele Sponsoren treu bleiben siehe Spanien, Italien, Frankreich).
Ich hoffe das es irgendwann wieder um den Sport geht.
geschrieben von Horst_Jlamb
1. Alberto Contador
Er hat gezeigt, dass er derzeit einfach der beste Rundfahrer ist und ihm wahrscheinlich letztes Jahr ein Tour de France Sieg geklaut wurde. Aber da er ja grade mal 26 ist, hat er noch mindestens 10 Jahre Zeit um den Rekord von Big Länz zu toppen.
2. Lance Armstrong
Auch wenn es (noch) nicht zum Sieg gereicht hat, hat der große alte Mann gezeigt das er es noch drauf hat. Ob er nächstes Jahr gegen AC gewinnen kann??
3. Andy Schleck
Einer der wenigen der sowohl letztes Jahr als auch dieses Jahr eine gute Tour gefahren ist.
4. Tony Martin
So richtig zugetraut hat man ihm nicht viel bei seiner ersten großen Rundfahrt. Aber er hat die Aufgabe mit Bravour gemeistert. Gute Zeitfahraufritte, überzeugende Leistung in den Pyrenäen, Zweiter am Monte Ventoux und mehrere Tag in Weiß. Super Tony
5. Mark Cavendish
ohne Kommentar
6. Kenny Robert van Hummel
Wer kannte vorher seinen Namen? Durch eine kämpferische Leistung hat er sich viel Respekt erarbeitet. Schade das es nicht bis Paris gereicht hat.
geschrieben von Horst_Jlamb
Bergtrikot und kämpferischster Fahrer
Ich denke hier geht bei beiden Wertungend er Sieg von Pelizottel vollkommen in Ordnung. Er hat ständig versucht Punkte zu sammeln und war oft in Ausreißergruppen dabei. Es ist nicht mehr so wie noch zu Jalaberts Zeiten, dass eine erfolgreiche Flucht reicht für das gepunktete. Und der schärfste Konkurrent Martinez hat zum Ende doch stark nachgelassen.
Beim kämpferischsten Fahrer bin ich nicht ganz einverstanden. Wahrscheinlich war er sogar in den meisten Fluchtgruppen aber dafür hat er ja schon das Bergtrikot. Mich hätte ja mal interessiert ob Kenny van Hummel die rote Nummer bekommen hätte wenn er in Paris angekommen wäre, denn er hat bestimmt die meisten Solo-Kilometer.
Mannschaftswertung
Da hat Astana wohl niemanden überrascht mit dem Sieg in dieser Kategorie. Aber das Garmin Zweiter, AG2R Vierter und auf den Plätzen 17-19 Rabobank, Quick Step, Lampre – N.G.C ,
liegen ist doch wohl ne kleine Überraschung. Wobei Quick Step wohl das größte Eigentor geschossen hat mit der eingeklagten Teilnahme von Tom Boonen und der Herausnahme von Alan Davis. Rabobank hat einfach wirklich viel Pech gehabt.
Rote Laterne
Das war doch mal ein sehr spannender Kampf. Seit der 7.Etappe hat Kenny Robert van Hummel diesen Platz inne. Durch seine Soloritte in den Bergen hinter dem Hauptfeld sind legendär geworden, da sie meist schon wenige Kilometer nach dem Start anfingen. Das spannende war dabei nicht ob ihm jemanden diesen Platz streitig macht sondern ob er im Zeitlimit ankommt. Und er hat es tatsächlich immer (wenn auch knapp) geschafft. Leider musste er nach einem Sturz aufhören. Schade. Ich find Kenny van Hummel toll. Danach ging die Laterne an meine persönliche zweite Entdeckung der Tour Yauheni Hutarovich der das bis Paris verteidigte.
In den nächsten Tagen folgen dann noch die Gewinner und Verlierer der Tour. Und auch danach werd (wenn auch nicht mehr so regelmäßig) über den Radsport berichten.
geschrieben von Horst_Jlamb
Das Gelbe Trikot
Eigentlich gab es keine großen Zweifel das Alberto Contador den Sieg heimfährt. Selbst das Windkantenfahren von Good Old Lance hat er weggesteckt wie ein Großer und bereits in den Pyrenäen allen gezeigt, dass kein Weg an ihm vorbeiführt. Nächstes Jahr wird es aber bedeutend schwerer für ihn. Zum einen fährt er wahrscheinlich nicht mehr bei Astana und es bleibt fraglich, ob seiner neuer Rennstall (Welcher auch immer) ihm eine so gute Mannschaft stellen kann. Die härtesten Gegner werden wohl nächstes Jahr ganz klar Lance Amstrong mit einem auf ihn und den Tour de France Sieg zugeschnittenen Team Radioshack (im Gespräch unter anderem Klöden, Leipheimer, Zubeldia, Horner, Cadel Evans) und Andy Schleck. Beim kleinen Schleck muss aber das Team noch um 1-2 starke Bergfahrer verstärkt werden und Fränk sich von vornerein für ihn opfern. Wäre Ändy der uneingeschränkte Kaptän von Beginn an gewesen, wer weiß , vielleicht wäre sogar mehr rausgekommen. Vergessen darf man auch nicht Liquigas mit Nibali, Kreuziger und Zottel.
Das weiße Trikot
Auch hier hat verdient der Beste gewonnen. 33 “Nachwuchsfahrer” haben das Ziel in Paris erreicht. Einige haben durchaus Potential ganz Große zu werden, wenn sie es nicht schon sind wie A.Schleck, Cavendish. Ansonsten freu ich mich natürlich das mal wieder ein Deutscher dieses Trikot tragen durfte. Auch wenn man hoffen muss das es nicht so läuft wie beim letzten Träger (M.Fothen) der sein Potentiel bisher noch nicht voll ausgeschöpft hat.
geschrieben von Horst_Jlamb
Die Cavendish Festspiele gehen mit seinem wohl überragendensten Sieg zu Ende. Beinahe hätte ich gedacht, Milrams Taktik mit dem Ausreißer Fabian Wegmann hat Erfolg. Der Columbia Zug war stark dezimiert wenige Kilometer vor Schluss. Aber Cavendish hat gezeigt, dass er auch so ein Klasse für sich darstellt. Positiv war noch das Gerald Ciolek mit seinem vierten Platz gezeigt hat, dass er nahe an der Weltspitze der Sprinter dran ist. Gleiches gilt für Yauheni Hutarovich mit seinem fünften Platz.
Und da kann ich doch gleich mein Fazit zum Grünen Trikot anbringen.
Selten in den letzten Jahren war der Kampf so unspannend. Ich denke aber, dass die Puntkevergabe für das Grüne Trikot überdacht werden müssten. Cavendish hat immerhin 6 Etappen gewonnen und gezeigt, dass keiner der anderen Sprinter an ihn rankommt. Hushovd hingegen hat eine Etappe gewonnen und “nur” zweimal Punkte unterwegs bei einer schweren Etappe gewonnen. Im direkten Duell steht es klar 6:1 für Cavendish.
Das zeigt aber auch schon, wie schwach das Feld der Sprinter in diesem Jahr war. Es gab nur zwei ernsthafe Fahrer im Kampf ums grüne Trikot. Andere haben aufhorchen lassen, wie Farrar, Ciolek, Hutarovich oder Rojas aber mehr auch nicht. Hoffentlich wird der Kampf ums Grüne Trikot nächstes Jahr wieder etwas spannender und die Teams überlegen sich mal was Neues.
geschrieben von Horst_Jlamb
Schade Tony Martin, leider hats nicht ganz gerreicht. Aber trotzdem eine Super Tour von dem jungen Deutschen. Einmal mehr wurde deutlich, dass die ertsen beiden Plätze zu Recht an Alberto Contador und Ändy Schleck gehen. Wenn der junge Schleck an seinen Zeitfahrfähigkeiten arbeitet und nicht immer versucht seinen Bruder noch irgendwie mitzuziehen, dann könnte er nächstes Jahr sehr gefährlich werden für Contador.
Klöden hat mal wieder gezeigt, warum er über die Rolle des Edelhelfers nicht hinauskommt. Hutarovich hat seinen letzten Platz in Beton gegossen.
Prognose für heute: Es wird verdammt schwer Cavendish zu schlagen denke ich. Aber mal schauen ob sich die Teams die noch nix gewonnen haben (Silence-Lotto, Garmin, Lampre, Quick Step, Milram und Skil-Shimano) was tolle ausdenken oder Columbia versucht mit allen 9 verbliebenen Fahrern vor Hushovd über die Ziellinie zu sprinten.
In den nächsten Tagen werden ich ausgiebig mein Fazit zur TdF hier reinschreiben.
geschrieben von Horst_Jlamb
Und wieder Mark Cavendish. Der scheint momentan echt unschlagbar. Dafür ein Super dritter Platz für Gerald Cioloek. Astana mal wieder mit kleinen Nadelstichen (4 Sec). 2 Euskatel Profis haben das Zeitlimit nicht geschafft und damit schiebt sich Hutarovich auf Platz 156. Viel weiter wird es außer bei Ausfällen wohl auch net kommen.
Heute der Ventoux. Wird garantiert ne spannende Angelegenheit. Ich tippe auf einen Astana Sieg.
geschrieben von Horst_Jlamb
Ich konnte leider das Zeitfahren net sehen. Aber nich schlecht Conti. Die gesamte Zeitfahrelite abgehängt. Davon abgesehen hab ich gar net gewusst das Sanchez und Moreau auch zu den guten Zeitfahrern zählen. Tony Martin hat bestätigt das er ein Guter werden kann. Lustig find ich Columbia. Da kommen der Grabsch und Rogers mit der gleichen Zeit. Ham wohl die gleiche Milch getrunken Hutarovich ist nicht Letzter geworden, wird aber wahrscheinlich trotzdem die rote Laterne nach Paris tragen. Außer er ist heute in der Ausreißergruppe des Tages dabei, die den Sieg unter sich ausmachen wird meiner Meinung nach.
Was gibts sonst neues?
Lance Amstrong startet nächstes Jahr mit seinem neuen Team (RadioShack).
Fernando Alonso will immer noch ein neues Team (mit Contador) aber wohl noch nicht zur nächsten Saison.
Also muss man in den nächsten zwei Jahren wieder viele neue Teams lernen.
geschrieben von Horst_Jlamb
Ein schwarzer Tag in der Tour de France 2009. Der Kämpfer Kenny Robert van Hummel ist leider nach einem Sturz ausgeschieden. Während der Bergetappen und des 1.EZF überzeugt van Hummel als stets bemüht nicht aus dem Zeitlimit zu fallen. Er pefektionierte dabei die Kunst, das Zeitlimit fast vollständig auszuschöpfen und des öfteren als Letzter ins Ziel zu kommen. Wobei er bei einigen Etappen bereits innerhalb der ersten 20 km aus dem Feld gefallen ist. Ich persönlich beantrage den Titel kämpferischster Fahrer der Tour, da er mit Sicherheit der Fahrer mit den meisten Solokilometern ist. Sein großes Ziel war die Ankunft in Paris. Schade das es nicht geklappt hat.
Kenny durch deine kämpferisch einzigartige Leistung hast du dich in die Herzen vieler Radsportfans gearbeitet.
So nun kurz zur Etappe. Klöden hat sich verpokert. Amstrong hat Zeit verloren. Die Luxemburger haben sich ein kleines Polster für heute rausgefahren. Und Hutarovich ist 158. und damit Letzter.
Mal schaun ob heute einer der sogenannten Spezialisten oder ein Klassementsfahrer gewinnt.
geschrieben von Horst_Jlamb
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