Downton Abbey

Downton Abbey sollte mir eigentlich gar nicht gefallen. Ein britisches, historisches Gesellschaftsdrama, dass fast theaterstückartig mit einem Ensemble auf relativ kleinem Raum spielt. Aber irgendwie hat es mich nach wenigen Folgen echt gepackt, irritierenderweise bin ich gespannt, wie das Ganze weitergeht.

Das Setting ist schnell erklärt. England, Anfang des 20. Jahrhunderts. Downton Abbey ist der Stammsitz einer aristokratischen Familie. Durch den Untergang eines eines unsinkbaren Schiffes verliert die Familie die bislang angenommenen Erben des Jackpots und muss mit den mittelständigem Nächsten in der Erbfolge vorlieb nehmen.

So langweilig dass auch klingt, die Serie lebt für mich von dem ständigen, mir weitgehend unbekannten Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Schichten der Stammsitzbewohner und des Personals. Ebenso wie es eine unsichtbare Rangliste unter den adeligen Abkömmlingen gibt, haben auch die (vielen!) Hausbeschäftigten eine feste Hackordnung.
Die feinen Unterschiede drücken sich in Sprache, Kleidung und völlig unsinnigem aber selbstverständlichem Verhalten aus.

Ich bin mir sicher, dass sich der Reiz recht schnell erschöpft, aber für ein paar Folgen kompletter Andersartigkeit zu den gewohnten US-Serien macht Downton Abbey schon Spaß.
Wie immer, allerdings bei dieser Serie besonders sinnvoll: Im Original gucken. Sprache, Dialekte, Akzente sind tatsächlich entscheidend für die Serie.